4. Dezember 2018

DGB-Ausbildungsreport: Großes Engagement der Ausbildungsbetriebe bestätigt

LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon. Bild: LVU / Strussione

LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon. Bild: LVU / Strussione

Laut dem aktuellen DGB-Ausbildungsreport sind mehr als zwei Drittel der Befragten mit ihrer Ausbildung insgesamt zufrieden oder sehr zufrieden. „Das bestätigt das große Engagement der Ausbildungsbetriebe, ihrem Nachwuchs beste Startchancen zu ermöglichen“, kommentiert Werner Simon. Der LVU-Hauptgeschäftsführer erinnert daran, dass für Unternehmen die eigene Ausbildung zentral sei, um ihren Fachkräftebedarf zu sichern. „Die Unternehmen bieten ihren Auszubildenden schon aus Eigeninteresse eine qualitativ hochwertige Ausbildung. Ausbildung ist eine Zukunftsinvestition“, so Simon.

Gleichzeitig weist die LVU Forderungen des DGB nach einer gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung zurück. „Es ist befremdlich, weshalb der DGB diese Selbstverzwergung betreibt. Über die Höhe von Ausbildungsvergütung entscheiden die Tarifvertragsparteien, also Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände. Es gibt keinen Grund, von diesem bewährten Grundsatz abzuweichen“, sagt Simon. Allenfalls könne man sich bei einer gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung an den unteren von DGB-Gewerkschaften geschlossenen Tarifverträgen orientieren, beispielsweise 420 Euro im ersten Lehrjahr im Friseurhandwerk in Rheinland-Pfalz. Eine Ausbildungsvergütung sei ein Zuschuss zum Lebensunterhalt und kein Arbeitsentgelt.

Genau so verkehrt sei die Forderung, eine gesetzliche Pflicht zur Übernahme von Auszubildenden einzuführen. „Das würde dazu führen, dass Unternehmen nur sehr defensiv Ausbildungsverträge abschließen würden. Auch Ausbildung über Bedarf fände dann nicht mehr statt“, gibt der LVU-Hauptgeschäftsführer zu bedenken.