30. April 2018

Erster MINT-Tag nur für Kitas und Grundschulen

Eine Teilnehmerin eines Workshops beim Experimentieren / Foto: Marcel Hasübert

Eine Teilnehmerin eines Workshops beim Experimentieren / Foto: Marcel Hasübert

Große Nachfrage herrschte bei den Grundschul-Lehrkräften und Erzieherinnen und Erziehern der Kitas im Land. Sie nahmen am ersten MINT-Tag speziell für Kitas und Grundschulen teil. Die Pädagoginnen und Pädagogen sammelten Ideen, wie sie naturwissenschaftliche Phänomene kindgerecht vermitteln können. Der MINT-Tag ist eine Initiative von vier rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden. Zur Eröffnung kam Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Budenheim. Am 27. April 2018 fand in der Bildungsakademie Schloss Waldthausen der erste MINT-Tag Rheinland-Pfalz nur für Kitas und Grundschulen statt. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Inhalte waren speziell auf die Bedürfnisse des frühen Bildungsbereichs zugeschnitten. Wie kann man den Forschergeist der Kinder am besten wecken und fördern? Wie kann man die naturwissenschaftlichen Alltagsphänomene altersgerecht erklären? Auf diese Fragen fanden die Pädagogen Antworten.

Mit 230 Teilnehmern war die Fortbildung ausgebucht. Das freute die vier Macher des MINT-Tages: die beiden Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie PfalzMetall und vem.die arbeitgeber e.V., die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz e.V. (LVU) mit SchuleWirtschaft sowie die Chemieverbände Rheinland-Pfalz.

Mit Begeisterung naturwissenschaftliche Phänomene vermitteln

Die Inhalte der zehn Workshops reichten von physikalischen Experimenten bis hin zur kreativen Arbeit mit natürlichen Farben. Wichtiges Kriterium: die Anwendbarkeit in der Kita und dem Sachunterricht in der Grundschule.

Daher wiesen sich die Workshop-Leiter sowohl durch ihre praktische Unterrichtserfahrung, als auch durch ihre Expertise in frühkindlicher Förderung aus. Und nicht zuletzt war der MINT-Tag für die Teilnehmer eine Gelegenheit, andere Pädagogen aus Rheinland-Pfalz zu treffen. Außerdem lernen sie die Ansprechpartner für MINT-Angebote und - Förderungen persönlich kennen.

Unterstützung von Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig: „Rheinland-Pfalz soll starkes MINT-Land werden.“

Im MINT-Bereich werden Nachwuchskräfte dringend gebraucht. Die MINT-Initiative des Bildungsministeriums hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche von der Kita bis zum Übergang in Schule und Beruf für diese Themen zu interessieren und ihnen die guten Chancen und Perspektiven in diesen Berufsfeldern näher zu bringen.

Auf der Fortbildung betonte Stefanie Hubig insbesondere die Bedeutung frühkindlicher Bildung: „MINT-Förderung gelingt dann, wenn wir Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte unterstützen, ihnen praxisnahe Materialien und Inhalte zur Verfügung stellen. Die heutige Fortbildung ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie wir es gemeinsam schaffen können, Kinder und Jugendliche für Mathematik, Informatik, die Naturwissenschaften und Technik zu begeistern.“

Dem Bedarf der Pädagogen entgegenkommen

„Eine landesweite MINT-Tagung speziell für Grundschul-Lehrkräfte und Kita-Erzieher gab es bisher noch nicht. Wir wollten der großen Nachfrage entgegenkommen und den Ideenaustausch ermöglichen“, so Dr. Bernd Vogler. Der Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände Rheinland-Pfalz sprach in Vertretung der chemisch-pharmazeutische sowie der Metall- und Elektroindustrie.

„Die Grundlage für ein Interesse an Technik und Naturwissenschaft wird schon in der Vorschule gelegt“, so Vogler. „Dieses Interesse fördern wir, denn MINT-Bildung ist in einer Hightech-Gesellschaft unentbehrlich. Schon heute haben die Ausbildungsbetriebe Schwierigkeiten, Auszubildende in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen zu finden. Wir brauchen aber versierte Fach- und Führungskräfte, wenn wir auch in Zukunft ein innovativer und wirtschaftlich erfolgreicher Standort sein wollen.“

 

(Quelle: Chemieverbände Rheinland-Pfalz)