9. Februar 2021

Erwartungen an die Bund-Länder-Beratung

LVU-Präsident Dr. Gerhard F. Braun. Bild: LVU

LVU-Präsident Dr. Gerhard F. Braun. Bild: LVU

Zu den Erwartungen der rheinland-pfälzischen Wirtschaft an die morgige Bund-Länder-Beratung äußert sich Dr. Gerhard F. Braun, Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), folgendermaßen:

  • "Wir befinden uns seit 105 Tagen im Lockdown. Seit dem 28. Oktober 2020 wird den Menschen und Unternehmen keine Perspektive geboten. Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Schließungen müssen endlich Berücksichtigung finden."
  • "Die größten Verlierer der Pandemie sind die Schüler und deren Eltern. Vor knapp zwei Monaten wurden die Schulen und Kitas geschlossen. Wir laufen Gefahr, dass den Kindern und Jugendlichen über 20% des Schuljahres verloren gehen. Bei allem Engagement der Lehrkräfte kann der Online-Unterricht in der jetzigen Form kein Ersatz für die Präsenz im Klassenraum sein. Auch das fehlende Miteinander unserer Jüngsten in den Kindertagesstätten wird nicht ohne soziale Folgen bleiben. Für Beschäftigte und Selbstständige ist die Belastungsgrenze erreicht. Eine behutsame Öffnung der Kitas und Schulen ist dringend notwendig. Wechselunterricht und eine bedarfsgerechte Öffnung der Kindertagesstätten können hierfür geeignete Instrumente sein."
  • "Wir brauchen eine Öffnungsstrategie für die Wirtschaft. Die betroffenen Branchen haben wirksame Hygienekonzepte vorgelegt. Während die politischen Strategien zur Bekämpfung der Pandemie im privaten Raum sowie in den Alten- und Pflegeheimen nur bedingt wirksam bleiben, haben die Betriebe geliefert. Das muss nun endlich honoriert werden. Wir benötigen einen verlässlichen Stufenplan zur Öffnung der betroffenen Unternehmen. Klar definierte Parameter wie der 7-Tage-Inzidenzwert, die Verfügbarkeit von Intensivbetten und die perspektivische Impfquote müssen ausschlaggebend sein. Es geht um Fakten statt um politische Meinungen."
  • "Zudem muss endlich der Bezug von zertifizierten Selbsttests für alle Bevölkerungsgruppen freigegeben werden. Diese ersetzen nicht die geltenden Hygieneregeln, können aber das Infektionsrisiko beschränken."

Wenn Sie weitere Informationen wünschen:

Moritz Mergen
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