23. März 2020

Die LVU zu DGB-Forderungen, das Kurzarbeitergeld aufzustocken

LVU-Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke. Bild: LVU / Strussione

LVU-Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke. Bild: LVU / Strussione

„Die Unternehmen stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Umsätze brechen ein oder fallen komplett weg“, warnt LVU-Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke angesichts von DGB-Forderungen, dass der Gesetzgeber die Regelungen zum Kurzarbeitergeld neu justieren soll.

Der Gesetzgeber habe richtig gehandelt, den Zugang zur Kurzarbeit zu erleichtern. Die Arbeitnehmer erhalten ohne Arbeit Kurzarbeitergeld und die Arbeitgeber werden von den darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträgen entlastet, die sie sonst zu 100 Prozent zu tragen hätten. „Das hilft den schwer getroffenen Betrieben, die dringend benötigte Liquidität zu sichern. Keiner will, dass Unternehmen mit gesundem Geschäftsmodell in die Insolvenz rutschen, nur weil in der Corona-Krise fehlende Erlöse von den Kosten überholt werden“, so Tacke.

Die Forderungen des DGB an den Gesetzgeber, dass die Arbeitgeber einen Teil der eingesparten Sozialversicherungsbeiträge an die Arbeitnehmer weiterreichen sollen, würden die sich immer weiter zuspitzende Situation verkennen. Wenige Unternehmen, die sich das noch leisten könnten, stockten das Kurzarbeitergeld freiwillig auf. Das sei gelebte Sozialpartnerschaft im Betrieb.

„Das darf man jedoch nicht per Gesetz über einen Kamm scheren. Die Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld sollen den Unternehmen doch gerade den Anreiz bieten, die Beschäftigung zu sichern und nicht wegen zu hoher Kosten abzubauen. Auch Zuschüsse aus der Kasse der Bundesagentur ergeben keinen Sinn, denn noch kann niemand absehen, wie lange die Corona-Krise dauert. Hier sollte die Bundesagentur ihr Pulver trocken halten", mahnt der LVU-Hauptgeschäftsführer.