13. November 2017

"Minijobs sind für Arbeitnehmer lohnend"

Werner Simon, LVU-Hauptgeschäftsführer

Werner Simon, LVU-Hauptgeschäftsführer

Der DGB Rheinland-Pfalz hat die Zunahme von „Nebenjobs“ in Rheinland-Pfalz kommentiert. Es sei eine „gefährliche gesellschaftliche Entwicklung, dass immer mehr Menschen nach Feierabend in einem Nebenjob weiterarbeiten müssen“.

Die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU) hält diese Reaktion für einen „typischen Gewerkschaftsreflex“: „Bei Minijobs zahlt der Arbeitgeber pauschal Steuern und Sozialabgaben. Daher ist es für viele Menschen lohnender, zusätzlich einen Minijob zu ergreifen, statt in ihrer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mehr zu arbeiten. Bei Minijobs gilt für die Beschäftigten ,Brutto für Netto‘“, erklärt Werner Simon.

Der LVU-Hauptgeschäftsführer erinnert zudem daran, dass die im Jahr 2003 eingeführten Minijobs einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Schwarzarbeit leisten. „Minijobs schaffen unbürokratische und legale Beschäftigungsmöglichkeiten, die ansonsten teilweise schwarz erledigt würden“, sagt Simon. So habe sich allein in Privathaushalten die Zahl angemeldeter Minijobber seit 2004 beinahe verdreifacht. „Dem DGB sei zudem gesagt, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gerade einen neuen Rekord erreicht hat. Minijobs sind die gut begründete Ausnahme. Es gibt keinen Anlass, diese Beschäftigungsform zu skandalisieren“, so der Hauptgeschäftsführer abschließend.