16. April 2019

Neuordnung der Hochschullandschaft: „Stärker die Chancen in den Fokus nehmen“

LVU-Präsdident Dr. Gerhard F. Braun. Bild: LVU / Strussione

LVU-Präsdident Dr. Gerhard F. Braun. Bild: LVU / Strussione

LVU-Präsident Dr. Gerhard F. Braun mahnt in der aktuellen Diskussion um eine mögliche Fusion der Universität Kaiserslautern mit dem Universitätsstandort Landau, stärker die Chancen in den Fokus zu nehmen.

„Die Entflechtung der Universität Koblenz-Landau sollte nicht zu einer weiteren, sehr kleinen Universität im Süden des Landes führen. Eine Fusion von Landau mit Kaiserslautern bietet vielmehr die Chance, eine von Größe und Struktur mit anderen technischen Universitäten vergleichbare Hochschule zu etablieren“, sagt der LVU-Präsident.

Braun erinnert daran, dass im Begriff Universität der lateinische Ausdruck für „Gesamtheit“ stecke. „Es widerspricht nicht dem technisch-ingenieurwissenschaftlichen Profil der TU Kaiserslautern, dass Landau andere Schwerpunkte in die Fusion einbringen würde. Andersherum wird ein Schuh draus: Die sozial- und geisteswissenschaftlichen Fachbereiche von Landau stärken den Anspruch, Universität im eigentlichen Sinne zu sein.“

Es komme im Fusionsprozess darauf an, die unterschiedlichen Stärken zu erhalten und die synergetischen Effekte zu nutzen. „Die Summe wäre dann deutlich mehr als die bloße Addition der beiden Hochschulstandorte“, sagt der LVU-Präsident.