6. April 2018

Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im Februar 2018

  • Arbeitslosenquote bleibt unverändert
  • Leichter Anstieg bei jüngeren Arbeitslosen
  • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegt gegenüber dem Vorjahr weiterhin im Plus

In den letzten vier Wochen ist die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz leicht gesunken. Im Februar wurden 100 arbeitslose Frauen und Männer weniger gezählt als im Januar. Die Kräftenachfrage der Unternehmen lag unverändert auf hohem Niveau. In den Februarwochen meldeten die Betriebe viele offene Stellen.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im Februar insgesamt 107.500 Frauen und Männer arbeitslos. Das waren 100 oder 0,1 Prozent weniger als vier Wochen zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 10.300 oder 8,7 Prozent gesunken.

Die Arbeitslosenquote - berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag unverändert bei 4,9 Prozent. Im Februar 2017 betrug sie 5,4 Prozent.

„Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt ist weiterhin in guter Verfassung. Wir haben die geringste Februararbeitslosigkeit seit vielen Jahren. Noch niedriger war die Arbeitslosenzahl zuletzt im Februar 1992. Die Nachfrage der Betriebe nach Personal ist ungebrochen“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im Februar bei 151.300 Personen. Das waren 7.400 oder 4,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Somit ist die Unterbeschäftigung in geringerem Umfang gesunken als die Arbeitslosigkeit.

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

10.700 Frauen und Männer meldeten sich nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Dies waren 5.200 oder 32,8 Prozent weniger als einen Monat zuvor.

Auf der anderen Seite konnten im Februar rund 8.500 Personen die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden, 2.300 oder 37,5 Prozent mehr als vier Wochen zuvor.

Im Februar waren 38.600 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 3.700 oder 10,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die meisten Stellen gab es in der Zeitarbeit (13.160), im Verarbeitenden Gewerbe (3.810), Handel (3.760), im Gesundheits- und Sozialwesen (3.540) und im Baugewerbe (2.610).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen
Im Februar waren 60.200 Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 300 oder 0,5 Prozent mehr als im Januar. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl um 6.400 oder 9,6 Prozent verringert.

Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist leicht gesunken. Im Februar waren 47.300 Frauen arbeitslos, 400 oder 0,9 Prozent weniger als vier Wochen zuvor. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 3.900 oder 7,6 Prozent gesunken.

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen hatte sich im Februar um 500 oder 4,9 Prozent erhöht. 10.900 junge Frauen und Männer waren arbeitslos gemeldet. Ursächlich hierfür war, dass einige Jugendliche nach Beendigung einer dreieinhalbjährigen Ausbildung sich arbeitslos gemeldet haben. In diesen Fällen ist davon auszugehen, dass die Arbeitslosigkeit lediglich von kurzer Dauer ist, da diese jungen Menschen bald eine neue Beschäftigung aufnehmen werden. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren im Februar rund 46.000 Personen arbeitslos gemeldet – das waren 42,8 Prozent aller Arbeitslosen. Gegenüber dem Vormonat ist die Zahl um 40 oder 0,1 Prozent zurückgegangen und im Vergleich zum Februar 2017 um 3.800 oder 7,6 Prozent.

Im Bereich der Grundsicherung ist die Zahl der Arbeitslosen in den letzten vier Wochen ebenfalls leicht gesunken, um 100 oder 0,1 Prozent. Zuletzt wurden 61.500 arbeitslose Frauen und Männer gezählt. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 6.500 oder 9,5 Prozent zurückgegangen. 57,2 Prozent aller rheinland-pfälzischen Arbeitslosen waren im Bereich der Grundsicherung gemeldet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag in Rheinland-Pfalz im Dezember 2017 – das ist der aktuellste Datenstand – mit rund 1.403.300 Beschäftigten 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bezogen auf das gesamte Bundesgebiet lag die Beschäftigung 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten in Rheinland-Pfalz vor allem das Verarbeitende Gewerbe (+3.400 auf 321.400), das Sozialwesen (+3.400 auf 104.500), das Baugewerbe (+2.600 auf 88.000), die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+2.800 auf 75.300) sowie der Bereich Verkehr und Lagerei (+4.000 auf 68.100).

Zurückgegangen ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den sonstigen und privaten Dienstleistungen (-900 auf 52.000) sowie im Bereich der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-100 auf 36.500).

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland)