28. Februar 2020

Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im Februar 2020

  • Weniger Arbeitslose als im Januar
  • Kräftenachfrage gegenüber dem Vorjahr rückläufig
  • Unverändert mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Im Februar ist die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer leicht gesunken. Mit Blick auf das Jahr 2019 fragten die Unternehmen weniger Arbeitskräfte nach. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung überstieg unverändert den Vorjahreswert.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im Februar 105.600 Menschen arbeitslos, 1.200 oder 1,1 Prozent weniger als vier Wochen zuvor. Gegenüber Februar 2019 lag die Zahl im Plus: vor einem Jahr wurden 3.800 oder 3,7 Prozent arbeitslose Menschen weniger gezählt.

53,4 Prozent der arbeitslos gemeldeten Personen verfügten nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung. „Nach wie vor ist eine abgeschlossene Berufsausbildung der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Angesichts der Veränderungen am Arbeitsmarkt nimmt die individuelle Qualifizierung und Kenntniserweiterung einen immer größeren Stellenwert ein. Mit permanenter Anpassung der Qualifikationen sowohl bei Arbeitslosen als auch bei Beschäftigten ist es sehr wahrscheinlich Schritt halten zu können mit zukünftigen Entwicklungen. Die Agentur für Arbeit und die Jobcenter beraten Interessenten gerne über die entsprechenden Möglichkeiten und unterstützen Ratsuchende auf diesem Weg. Bei Vorliegen der Voraussetzungen können die entstehenden Weiterbildungskosten übernommen werden“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

Die Arbeitslosenquote - berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag bei 4,7 Prozent und hat sich somit gegenüber Januar nicht verändert. Vor einem Jahr betrug sie 4,6 Prozent.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im Februar bei 145.800 Personen. Das waren 2.600 oder 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

10.400 Frauen und Männer meldeten sich im Februar nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Dies waren 5.900 oder 36,1 Prozent weniger als im Januar.

Auf der anderen Seite konnten rund 8.400 Personen die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden, 2.200 oder 35,5 Prozent mehr als im Vormonat.

34.900 offene Arbeitsstellen waren im Februar gemeldet. Das waren 4.900 oder 12,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die meisten Stellen gab es in der Zeitarbeit (9.400), im Handel (3.830), im Gesundheits- und Sozialwesen (3.740), im Verarbeitenden Gewerbe (3.230) und im Baugewerbe (2.640).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen
In den letzten vier Wochen waren 700 oder 1,1 Prozent weniger Männer arbeitslos. Insgesamt wurden 60.200 arbeitslose Männer gezählt. Gegenüber Februar 2019 war jedoch ein Anstieg um 3.000 oder 5,2 Prozent zu verzeichnen.

Auch bei den Frauen war ein Rückgang zu erkennen und zwar um 500 oder 1,1 Prozent. 45.400 Frauen waren arbeitslos. Gegenüber Februar 2019 erhöhte sich die Zahl um 800 oder 1,7 Prozent.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren im Februar rund 49.200 Personen arbeitslos gemeldet – das waren 46,6 Prozent aller Arbeitslosen. Gegenüber dem Vormonat ist die Zahl um 500 oder 1,1 Prozent gesunken und gegenüber dem Vorjahr um 3.800 oder 8,3 Prozent gestiegen.

Im Bereich der Grundsicherung ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat ebenfalls gesunken. 56.400 Frauen und Männer waren arbeitslos, 600 oder 1,1 Prozent weniger als vier Wochen zuvor. Gegenüber Februar 2019 hat sich die Zahl nicht verändert.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag in Rheinland-Pfalz im Dezember 2019 – das ist der aktuellste Datenstand – mit 1.447.800 Beschäftigten 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bezogen auf Deutschland lag die Beschäftigung 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten vor allem der Handel (+3.300 auf 205.400), das Gesundheitswesen (+3.600 auf 122.500), das Sozialwesen (+2.600 auf 110.900), das Baugewerbe (+1.900 auf 92.800) und der Bereich Erziehung und Unterricht (+1.900 auf 63.200).

Zurückgegangen ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe (-2.200 auf 324.300) und in der Zeitarbeit (-2.300 auf 28.400).

 

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland)