31. Juli 2018

Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im Juli 2018

Bild: Matthias Stoebener / pixelio.de

Bild: Matthias Stoebener / pixelio.de

  •  Arbeitslosigkeit ist saisonbedingt gestiegen

  • Mehr junge Menschen sind arbeitslos

  • Noch 9.200 Ausbildungsstellen können besetzt werden

Im Juli waren in Rheinland-Pfalz mehr Menschen arbeitslos gemeldet als vier Wochen zuvor. Insbesondere bei jungen Frauen und Männern war dies erkennbar. Die Kräftenachfrage war weiterhin auf hohem Niveau. Unverändert lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung über dem Vorjahreswert.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im Juli rund 101.600 Menschen in Rheinland-Pfalz arbeitslos gemeldet. Das waren 3.800 oder 3,9 Prozent mehr als vier Wochen zuvor. Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 6.300 oder 5,8 Prozent gesunken.

Die Arbeitslosenquote – berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – stieg von 4,4 Prozent im Juni 2018 auf 4,5 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,9 Prozent.

„Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist nicht sehr überraschend für einen Julimonat. Einige junge Menschen haben sich nach dem Ende ihrer Berufsausbildung arbeitslos gemeldet“, erklärt Heidrun Schulz, Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. „Ich bin sehr optimistisch, dass die ausgebildeten Fachkräfte nach dem Ende der Sommerpause beste Chancen haben, eine passende Arbeitsstelle zu finden.“

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im Juli bei 141.700 Personen. Gegenüber dem Vorjahr sind dies 8.900 oder 5,9 Prozent Personen weniger.

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

Im Juli meldeten sich 10.500 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Das waren 3.000 oder 38,6 Prozent mehr als im Juni.

Auf der anderen Seite haben 8.000 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beendet. Das waren 900 oder 12,0 Prozent mehr als vier Wochen zuvor.

41.000 freie Arbeitsstellen waren im Juli gemeldet. Dies waren 2.000 oder 5,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die meisten Stellen waren in der Zeitarbeit (13.860), im Handel (4.230), im Verarbeitenden Gewerbe (3.950), im Gesundheits- und Sozialwesen (3.460) und im Baugewerbe (2.870) registriert.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen
Im Juli waren 54.800 Männer arbeitslos, 1.700 oder 3,1 Prozent mehr als im Juni. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl gesunken, um 3.100 oder 5,3 Prozent.

46.900 arbeitslose Frauen wurden gezählt, 2.200 oder 4,9 Prozent mehr als im Vormonat. Bei den Frauen ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zurückgegangen und zwar um 3.200 oder 6,5 Prozent.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren im Juli 41.400 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 40,8 Prozent aller Arbeitslosen. Ihre Zahl ist gegenüber dem Vormonat um 3.100 oder 8,0 Prozent gestiegen. Gegenüber Juli 2017 ist ein Rückgang von 2.000 oder 4,6 Prozent zu verzeichnen.

Im Bereich der Grundsicherung ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um 800 oder 1,3 Prozent auf 60.200 in den letzten vier Wochen zu verzeichnen. Das sind 59,2 Prozent aller Arbeitslosen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 4.300 oder 6,7 Prozent gesunken.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Mai 2018 – das ist der aktuellste Datenstand – bei 1.416.200 Beschäftigten. Das waren 2,0 Prozent mehr als im Mai 2017. Bezogen auf Deutschland stieg die Beschäftigung um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten vor allem der Handel (+3.600 auf 196.500), das Gesundheitswesen (+2.700 auf 117.700), das Sozialwesen (+4.100 auf 105.000), die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+3.600 auf 76.100) sowie der Bereich Verkehr und Lagerei (+3.800 auf 69.900).

Rückläufig war die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Zeitarbeit (-600 auf 33.300).

 

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland)