30. November 2017

Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im November 2017

• Arbeitslosigkeit weiter im Rückwärtsgang
• Kräftenachnachfrage unverändert auf hohem Niveau
• Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst weiter

In Rheinland-Pfalz ist die Arbeitslosigkeit in den letzten vier Wochen weiter gesunken. Von den sonst oft bereits im November zu beobachtenden jahreszeitlich bedingten Abschwächungen war auf dem Arbeitsmarkt noch nichts zu spüren. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegt unverändert über dem Vorjahresniveau. Weiterhin fragen rheinland-pfälzische Unternehmen verstärkt nach Arbeitskräften nach.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im November insgesamt 97.200 Frauen und Männer arbeitslos. Dies waren 1.100 oder 1,2 Prozent weniger als im Oktober 2017 und 9.000 oder 8,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote - berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag bei 4,4 Prozent. Vor einem Monat lag sie bei 4,5 Prozent und vor zwölf Monaten bei 4,8 Prozent.

„Die gute Konjunktur und unsere erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik in Rheinland-Pfalz zeigen weiterhin Wirkung. Im vergangenen Monat ist die Zahl der Arbeitslosen erneut gesunken und unterschritt sogar den Tiefstand aus dem Vormonat. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegt unverändert über dem Vorjahresniveau", so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im November bei 141.700 Personen. Das waren 3.600 oder 2,5 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

Im November meldeten sich 10.000 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos, 500 oder 4,8 Prozent mehr als vier Wochen zuvor.

Auf der anderen Seite konnten im November rund 8.000 Personen die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden, 200 oder 2,1 Prozent weniger als im Oktober.

Im November waren 40.300 Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 5.800 oder 16,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die meisten Stellen gab es in der Zeitarbeit (13.820), im Handel (4.120), im Verarbeitenden Gewerbe (3.790), im Gesundheits- und Sozialwesen (3.450) und im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (2.710).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen
Die Zahl der arbeitslosen Männer ging in den letzten vier Wochen um rund 400 oder 0,7 Prozent zurück. Im November waren 52.400 Männer arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr waren es 5.600 oder 9,7 Prozent weniger männliche Arbeitslose.
Auch bei den Frauen ist die Zahl der Arbeitslosen gesunken. Im November waren 44.700 Frauen in Rheinland-Pfalz arbeitslos gemeldet. Das waren 800 oder 1,7 Prozent weniger als vier Wochen zuvor und 3.300 oder 6,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren im November 2017 rund 37.800 Personen arbeitslos gemeldet – das waren 38,9 Prozent aller Arbeitslosen. Gegenüber dem Vormonat ist die Zahl um 300 oder 0,8 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum November 2016 ist die Zahl um 500 oder 1,4 Prozent gefallen.

Im Bereich der Grundsicherung wurden 59.400 arbeitslose Menschen gezählt. Gegenüber Oktober 2017 bedeutet dies einen Rückgang um 800 oder 1,4 Prozent und im Vergleich zum November 2016 einen Rückgang um 8.500 oder 12,5 Prozent. 61,1 Prozent aller Arbeitslosen waren im Bereich der Grundsicherung gemeldet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag in Rheinland-Pfalz im September 2017 – das ist der aktuellste Datenstand – mit rund 1.416.500 Beschäftigten 2,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bezogen auf Deutschland lag die Beschäftigung 2,3 Prozent über dem Vorjahreswert. ,

Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten vor allem das Verarbeitende Gewerbe (+2.700 auf 323.000), das Sozialwesen (+2.600 auf 103.000), das Baugewerbe (+3.000 auf 90.900), die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+3.100 auf 75.400) sowie der Bereich Verkehr und Lagerei (+3.300 auf 67.600).
Zurückgegangen ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Finanz- und Versicherungswesen (-700 auf 36.100).

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland)