29. November 2018

Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im November 2018

  • Erneuter Rückgang der Arbeitslosigkeit
  • Weiterhin viele offene Arbeitsstellen gemeldet
  • Mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als ein Jahr zuvor

Die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz ist weiter gesunken. Unverändert lag die Zahl der gemeldeten offenen Arbeitsstellen über dem Vorjahreswert. Auch wurden mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gezählt als zwölf Monate zuvor.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im November 90.900 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Dies waren 1.100 oder 1,2 Prozent weniger als vier Wochen zuvor. Gegenüber November 2017 betrug der Rückgang 6.300 oder 6,4 Prozent.

Die Arbeitslosenquote - berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag unverändert bei 4,1 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 4,4 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt hat sich auch im November günstig entwickelt. Mit Blick auf das Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit über fast alle Personengruppen hinweg zurück“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. „Ursächlich für diese Entwicklung ist zum einen die gute konjunkturelle Entwicklung, zum anderen auch die Wirkung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente.“

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im November bei 132.700 Personen. Gegenüber dem Vorjahr sind dies 8.800 oder 6,2 Prozent weniger.

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

Im November meldeten sich 9.900 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos, 400 oder 4,4 Prozent mehr als vier Wochen zuvor.

7.900 Personen haben in diesem Zeitraum ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beendet, 160 oder 2,0 Prozent weniger als einen Monat zuvor.

Im November waren 41.600 offene Stellen gemeldet. Dies waren 1.400 oder 3,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die überwiegende Zahl der Stellen war in der Zeitarbeit (13.710), im Handel (4.400), im Verarbeitenden Gewerbe (3.920), im Gesundheits- und Sozialwesen (3.530) und im Bereich der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (3.190) gemeldet.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen
Im November waren 49.500 Männer arbeitslos, 200 oder 0,4 Prozent weniger als einen Monat zuvor. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 2.900 oder 5,5 Prozent zurückgegangen.

41.400 arbeitslose Frauen wurden gezählt, 900 oder 2,1 Prozent weniger als im Vormonat. Auch bei den Frauen ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr gesunken und zwar um 3.300 oder 7,5 Prozent.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren 36 800 Personen arbeitslos gemeldet, 20 oder 0,1 Prozent weniger als im Oktober und 1.000 oder 2,7 Prozent weniger als im November 2017. 40,5 Prozent aller Arbeitslosen befanden sich im Bereich der Arbeitslosenversicherung.

Im Bereich der Grundsicherung wurden 54 200 arbeitslose Frauen und Männer gezählt. Dies waren 59,5 Prozent aller Arbeitslosen. Gegenüber Oktober ist die Arbeitslosigkeit um 1.100 oder 2,0 gesunken und gegenüber dem Vorjahr um 5 200 oder 8,8 Prozent.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im September 2018 – das ist der aktuellste Datenstand – bei 1.442.900 Beschäftigten in Rheinland-Pfalz. Das waren 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bezogen auf Deutschland stieg die Beschäftigung innerhalb eines Jahres um 2,1 Prozent.

Für ein Mehr an Beschäftigung sorgten vor allem das Verarbeitende Gewerbe (+5.100 auf 327.500), der Handel (+5.800 auf 202.600), das Sozialwesen (+4.900 auf 108.000), das Baugewerbe (+2.600 auf 93.500) und der Bereich Verkehr und Lagerei (+3.600 auf 71.200).

Zurückgegangen war die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei den sonstigen und privaten Dienstleistungen (-1.000 auf 52.600) sowie in der Zeitarbeit minus 2.900 auf 33.200).

 

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland)