15. Mai 2019

Hochschulen

Hochschulen in Rheinland-Pfalz warben insgesamt 248 Millionen Euro an Drittmitteln ein

Im Jahr 2017 nahmen die Hochschulen in Rheinland-Pfalz insgesamt 248 Millionen Euro an Drittmitteln ein. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren das knapp 10 Millionen Euro mehr als im Vorjahr (+4 %).

Drittmittel sind Einnahmen, die zur Förderung von Forschung und Entwicklung sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Lehre zusätzlich zum regulären Hochschulhaushalt eingeworben werden. Der Bereich der Mathematik und der Naturwissenschaften konnte mit fast 61 Millionen Euro in Rheinland-Pfalz die meisten Gelder einwerben. Auf Platz zwei liegt die Fächergruppe der „zentralen Einrichtungen" mit ebenfalls fast 61 Millionen Euro. Hier sind Drittmitteleinnahmen beispielsweise für Hochschulbibliotheken enthalten. Rang drei bei den Drittmitteleinnahmen belegen mit knapp 40 Millionen Euro die Ingenieurwissenschaften.

Wissenschaftliche Hochschulen
Unter den wissenschaftlichen Hochschulen warb die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz mit gut 84 Millionen Euro die meisten Drittmittel ein; das waren 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die zweithöchsten Einnahmen konnte die Technische Universität Kaiserslautern mit fast 55 Millionen Euro (+3,8 %) die dritthöchsten die Universitätsmedizin Mainz mit knapp 50 Millionen Euro (+8,3 %) verbuchen. Zusammen kamen alle wissenschaftlichen Hochschulen in Rheinland-Pfalz auf rund 223 Millionen Euro (+6,3 %).

Hochschulen für angewandte Wissenschaften
Innerhalb der Hochschulen für angewandte Wissenschaften erzielten die Hochschule Kaiserslautern (6,6 Mio Euro; +11,1 %), die Hochschule Trier (6,0 Mio Euro; -27,1 %) sowie die Hochschule Koblenz (5,0 Mio Euro; -14,7 %) die meisten Drittmittel. In Summe nahmen alle rheinland-pfälzischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Jahr 2017 gut 25 Millionen Euro ein (-12,7 %).

Drittmittel je Professur
Wie in den Vorjahren wurden die höchsten Drittmitteleinnahmen je Professur für die Universitätsmedizin Mainz ermittelt. Die Einnahmen stiegen um 16,1 Prozent auf knapp 446.000 Euro. Innerhalb der wissenschaftlichen Hochschulen folgt die Technische Universität Kaiserslautern. Hier entfielen rechnerisch ca. 253.000 Euro auf jede Professur. Im Durchschnitt kommen die rheinland-pfälzischen wissenschaftlichen Hochschulen insgesamt auf knapp 187.000 Euro/Professur (+5,5 %).

Bei den Hochschulen für angewandte Wissenschaften belegte die erst relativ junge private Cusanus Hochschule Bernkastel-Kues bei den Drittmitteleinnahmen je Professur erneut den ersten Platz. Aufgeteilt auf die sieben ansässigen Professuren dieser Hochschule ergeben sich rechnerisch jeweils fast 80.000 Euro (+19,6 %). Die Hochschule Kaiserslautern belegt mit durchschnittlich 43.000 Euro je Professur Platz zwei (+13,3 %). Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften kamen in Rheinland-Pfalz zusammen auf einen Durchschnitt von 27.000 Euro je Professur (-13 %).

Ländervergleich
Im Vergleich zu den anderen Bundesländern werben die Professorinnen und Professoren an den rheinland-pfälzischen Hochschulen seit Jahren unterdurchschnittlich Drittmittel ein. Auch 2017 belegte Rheinland-Pfalz mit rund 117.000 Euro je Professur den letzten Platz. Zum Vergleich: In Sachsen waren die Einnahmen im selben Zeitraum mehr als doppelt so hoch (236.000 Euro).

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)