28. Juni 2021

Außenhandel

Außenhandel weiterhin auf Normalisierungskurs

Der rheinland-pfälzische Außenhandel entwickelte sich auch im April positiv. Die Ein- und Ausfuhren legten im Vergleich zum Vorjahreswert deutlich zu. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wuchsen die Exporte gegenüber April 2020 um fast ein Drittel (+31 %) auf 4,4 Milliarden Euro. Die Importe erreichten einen Warenwert von 3,4 Milliarden Euro; die Zunahmen betrugen 38 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland stiegen die Exporte um 48 und die Importe um 34 Prozent.

Bei diesen Veränderungsraten ist zu berücksichtigen, dass der Außenhandel in 2020 zum Teil erheblich von der Corona-Pandemie beeinflusst wurde. Im Vergleich zum April 2019 sanken die Exporte leicht um 1,2 Prozent die Importe erhöhten sich um 6,3 Prozent.

Ausfuhren
Der Zuwachs der Ausfuhren in die EU-Staaten, in die deutlich mehr als die Hälfte aller Ausfuhren gehen (Anteil: 57 %), betrug 52 Prozent. Noch höhere Steigerungsraten wies der Handel mit den Ländern auf, die nicht der Eurozone angehören (+69 %). In die Eurozone betrug der Wertzuwachs der Ausfuhren 47 Prozent. Besonders hoch fielen die Zunahmen nach Polen sowie Frankreich aus (+94 bzw. 85 %). Der Anstieg in das übrige Europa fiel mit 27 Prozent niedriger aus.

Der Warenwert der Ausfuhren nach Amerika legte um ein Fünftel zu (+21 %). Die Exportbilanz in die USA lag mit 8,3 Prozent im Plus; deutlich höher fielen die Zuwächse nach Brasilien und Mexiko aus (+78 bzw. 55 %). Im Gegensatz zu den übrigen Entwicklungen wiesen die Exporte in den asiatischen Raum ein Minus auf (-13 %). Dies geht vor allem auf die Ausfuhrrückgänge nach Japan und China (-25 bzw. 19 %) zurück.

Sehr hohe Absatzzuwächse verbuchte der Handel mit Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+243 %). Mit deutlichem Abstand folgen Maschinen sowie Gummi- und Kunststoffwaren (+42 bzw. 40 %). Lediglich die Auslandsnachfrage nach pharmazeutischen Gütern fiel schwächer aus als im Vorjahr (-22 %).

Einfuhren
Das Importvolumen lag im April mit 3,4 Milliarden um 38 Prozent über dem Vorjahreswert. Mit Ausnahme der Einfuhren aus Amerika wiesen alle Ländergruppen ein Importplus aus. Hauptsächlich stammen die Importe aus der EU (60 %). Der Einfuhranstieg lag hier bei 50 Prozent. Etwas dynamischer entwickelten sich die Einfuhren aus den Ländern der Eurozone (+52 %; Zunahme Nicht-Eurozone: + 43 %). Die Waren aus dem übrigen Europa stiegen deutlich schwächer (+21 %). Aufgrund der Zunahmen aus Korea und China (+176 bzw. 53 %) verbuchte der asiatische Raum ein Einfuhrplus von 40 Prozent. Weniger Waren aus den USA (-17 %) führten zu einem Minus der gesamten Einfuhren aus Amerika (-8,5 %).

Zeitraum Januar bis April
In den ersten vier Monaten lagen die Werte der aus- und eingeführten Waren gegenüber den Vorjahresergebnissen im Plus (+7 bzw. 9,3 %). Die Exportzunahmen in die Partnerländer der EU beliefen sich auf 16 Prozent; die Importe konnten sich um zehn Prozent steigern.

 

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)