30. August 2019

Außenhandel

Aus- und Einfuhren im ersten Halbjahr 2019 im Minus

Im ersten Halbjahr 2019 waren sowohl die rheinland-pfälzischen Ausfuhren als auch die Einfuhren rückläufig. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems belief sich der Wert der Ausfuhren im ersten Halbjahr auf 27,8 Milliarden Euro; das waren 8,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (Deutschland: +0,5 %). Der Wert der Einfuhren verringerte sich mit 10,9 Prozent noch deutlicher (D: +3,0 %). Insgesamt wurden Waren im Wert von 20,7 Milliarden Euro importiert. Diese starken Veränderungen sind jedoch sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen durch Sondereffekte im Pharmabereich geprägt. Diese Sondereffekte wirkten bereits im ersten Halbjahr 2018, damals aber mit positivem Vorzeichen.

Ausfuhren
Die Entwicklung der Ausfuhren ergibt kein einheitliches Bild: Ein großer Teil des Exportrückgangs geht auf den Handel mit den Ländern der Eurozone zurück. In die Euroländer wurden im ersten Halbjahr 2019 mit 11,6 Milliarden Euro deutlich weniger Waren geliefert (-19,6 %). Dagegen entwickelten sich die Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten, die nicht der Eurozone angehören, mit plus 2,2 Prozent auf einen Gesamtwert von 5,4 Milliarden Euro positiv. Zu diesem Ergebnis trug auch die Exportzunahme in das Vereinigte Königreich bei (+3,6 %). Insgesamt nahmen die Ausfuhren in die EU-Länder um 13,7 Prozent auf 17 Milliarden Euro ab. In europäische Länder außerhalb der EU wurden Waren im Wert von knapp zwei Milliarden Euro geliefert; das waren 9,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Am deutlichsten stiegen die Ausfuhren nach Afrika. Sie nahmen um 15,3 Prozent auf 0,8 Milliarden Euro zu. Aufgrund des stark gestiegenen Handels mit China (+19,2 %) legten die Lieferungen nach Asien um 9,1 Prozent zu. Der Wert der auf den amerikanischen Kontinent exportierten Waren verringerte sich um 2,9 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Auch die Exporte nach Australien und Ozeanien waren rückläufig (-11,2 %).

Die Abnahme der Ausfuhren zeigt sich in allen sechs Güterabteilungen, die für den Export eine große Bedeutung haben. Besonders stark sank der Wert der Ausfuhr pharmazeutischer Erzeugnisse (-43,7 %).

Einfuhren
Der größte Teil des Importrückganges geht auf die Einfuhren aus den EU-Mitgliedsstaaten zurück. Aus diesen Ländern wurden 13,8 Milliarden Euro an Waren eingeführt, was einen Rückgang um 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet. Am deutlichsten war der Rückgang bei den Ländern der Eurozone (-15,7 %). Auch die Einfuhren in die europäischen Länder, die nicht dem EU-Währungsgebiet angehören, weisen ein Minus auf. Mit einem Rückgang von 10,5 Prozent reduzieren sich die Importe aus dem Vereinigten Königreich noch deutlicher.

Die Einfuhren aus Australien und Ozeanien sowie aus Afrika sind gestiegen (+25,3 bzw. +13,9 %). Rückläufige Warenimporte gelangen aus Amerika nach Rheinland-Pfalz (-4,6 %). Ein deutlich größeres Minus weisen die Importe aus Asien auf: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahm der Wert um 10,7 Prozent ab.

 

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)