5. Februar 2019

Auftragseingänge der Industrie im Dezember 2018 gestiegen

Im Dezember 2018 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 4,3 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Aus dem In- und Ausland gingen mehr Aufträge ein als im November (+5,2 bzw. +4,5 %).

In allen drei industriellen Hauptgruppen erhöhte sich das Ordervolumen. Besonders kräftig fiel der Zuwachs im Investitionsgüterbereich aus (+8,8 %). Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern lag im Dezember um 2,9 Prozent über dem Niveau des Vormonats. In der Konsumgüterindustrie legten die Bestellungen leicht um 0,7 Prozent zu.

Die drei umsatzstärksten Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie verbuchten im Dezember einen Anstieg der bereinigten Auftragseingänge. Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und gemessen am Umsatz in der Industrie an zweiter Stelle stehen, war der Zuwachs am größten (+11,8 %). In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzmäßig größte Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, erhöhte sich die Nachfrage um 6,5 Prozent. Im Maschinenbau, der die drittgrößte Branche ist und zur Investitionsgüterindustrie zählt, nahm das Ordervolumen um 6,4 Prozent zu.

Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat war ein Anstieg der bereinigten Auftragseingänge zu verzeichnen. Sie lagen um 2,4 Prozent über dem Niveau von Dezember 2017. Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft liefen besser als ein Jahr zuvor. Die Bestellungen in der Konsumgüterindustrie und in der Investitionsgüterindustrie fielen deutlich höher aus als im Dezember 2017. In der Vorleistungsgüterindustrie gab es deutliche Einbußen, die auf die schwache Entwicklung der Chemiebranche zurückzuführen sind. Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie im Maschinenbau war die Nachfrage hingegen höher als im Vorjahresmonat.


(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)