23. September 2019

Bauhauptgewerbe: Umsätze höher, Aufträge deutlich niedriger

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Juli 2019 weniger Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum Juni 2019 – kalender- und saisonbereinigt – um 11,9 Prozent zurück. Der baugewerbliche Umsatz erhöhte sich um 2,6 Prozent. Gegenüber den ersten sieben Monaten 2018 verbesserten sich das Ordervolumen um 5,1 Prozent und der Umsatz um 11,5 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber
Im Vergleich zum Juni 2019 gingen die bereinigten Auftragseingänge im Hochbau gegenüber dem Vormonatsergebnis kräftig zurück (-33,3 %). Im Tiefbau gab es dagegen einen deutlichen Anstieg (+9,6 %). In den drei Bereichen des Hochbaus waren Auftragsrückgänge zu verzeichnen. Die stärksten Einbußen errechnen sich für den Wohnungsbau (-55,7 %). In den drei Bereichen des Tiefbaus verbesserte sich dagegen das Ordervolumen. Im Straßenbau gab es den höchsten Auftragszuwachs (+13,6 %). Gegenüber den ersten sieben Monaten 2018 wurde im Tiefbau eine deutliche Nachfragesteigerung registriert (+12,2 %). Im Hochbau ging die Nachfrage dagegen zurück (-2,5 %).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber
Im Vergleich zum Juni 2019 stiegen die bereinigten Erlöse im Tiefbau um 6,5 Prozent. Für den Hochbau errechnet sich dagegen ein leichter Umsatzrückgang (-1,3 %). Den stärksten Zuwachs gab es im sonstigen öffentlichen Tiefbau (+11,7 %). Im öffentlichen Hochbau sowie im Straßenbau verbesserten sich die Erlöse ebenfalls deutlich (+7,7 bzw. +6,2 %). Lediglich im Wohnungsbau blieben die Umsätze hinter dem Vormonatsergebnis zurück (-7,6 %). Gegenüber den ersten sieben Monaten 2018 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau kräftig an (+12,9 bzw. +10,1 %).

 

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)