6. Juni 2017

Industrie: weniger Aufträge als im März, aber mehr als im April letzten Jahres

Im April 2017 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 8,3 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Die Bestellungen aus dem Ausland gingen deutlich zurück (-8,7 %), aber auch aus dem Inland gingen weniger Aufträge ein (-1,6 %).

Ein wesentlicher Grund für den Nachfragerückgang ist die Entwicklung der Auftragseingänge in einem Teilbereich der Konsumgüterindustrie. Nach einem kräftigen Anstieg im März schrumpfte das Ordervolumen in diesem Bereich im April deutlich. Dadurch sanken die Auftragseingänge im Konsumgüterbereich gegenüber dem Vormonat um 24,4 Prozent. Aber auch die Vorleistungsgüter- und die Investitionsgüterindustrie trugen zum Rückgang der Bestellungen bei. Die Nachfrage lag in diesen beiden Hauptgruppen um 6,7 bzw. 1,6 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

In den drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes gingen im April weniger Aufträge ein als im März. In der Chemischen Industrie, der größten Branche, sank das Ordervolumen um 3,9 Prozent. Im Fahrzeugbau, dem Industriezweig mit dem zweitgrößten Umsatzanteil, schrumpften die Bestellungen um 1,8 Prozent. Die drittgrößte Branche, der Maschinenbau, musste einen Nachfragerückgang um 3,5 Prozent hinnehmen.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Auftragseingänge der rheinland-pfälzischen Industrie im April um 6,2 Prozent gestiegen. Die Nachfrage aus dem Inland legte um 5,7 Prozent zu. Die Bestellungen aus dem Ausland fielen um 8,3 Prozent höher aus als ein Jahr zuvor. In den drei umsatzstärksten Branchen war das Ordervolumen höher als im April 2016.


(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)