6. Dezember 2018

Industrieproduktion im Oktober gesunken

Der Index der rheinland-pfälzischen Industrieproduktion ist im Oktober 2018 gegenüber dem Vormonat deutlich gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 5,4 Prozent unter dem Niveau von September 2018.

Der Grund für diesen Rückgang ist ein starkes Minus in der Konsumgüterindustrie. In dieser Hauptgruppe war der Güterausstoß im Oktober um 44,7 Prozent geringer als im Monat zuvor, was allerdings mit einem Sondereffekt in einem Teilbereich der Konsumgüterproduktion zusammenhängt und daher nicht die allgemeine konjunkturelle Entwicklung widerspiegelt. In den beiden anderen industriellen Hauptgruppen war die Ausbringung im Oktober höher als im Vormonat: Die Investitionsgüterproduktion stieg kräftig um 8,1 Prozent, und der Output der Vorleistungsgüterindustrie nahm um 1,6 Prozent zu.

Alle drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes verzeichneten Produktionssteigerungen: Der Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie zählt und gemessen am Umsatz unter den Industriebranchen an dritter Stelle steht, erhöhte seine Ausbringung im Oktober deutlich um 5,7 Prozent. Einen Zuwachs in ähnlicher Größenordnung gab es in der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die die zweitgrößte Branche ist und ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie gehört. Die Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Branche ist, steigerte ihren Güterausstoß im Oktober um 1,5 Prozent.

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion war im Oktober 2018 trotz des kräftigen Rückgangs gegenüber dem Vormonat höher als im Vorjahresmonat (+8,7 %). In der Konsumgüterindustrie lag der Güterausstoß um 10,4 Prozent über dem Niveau von Oktober 2017, und auch die Investitionsgüterindustrie verzeichnete einen deutlichen Zuwachs. Nur in der Vorleistungsgüterindustrie war die Ausbringung rückläufig, was unter anderem auf die schwache Entwicklung der Chemieindustrie zurückzuführen ist. Auch der Maschinenbau drosselte seine Produktion. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen konnten ihren Output hingegen deutlich steigern.


(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)