19. April 2021

Industrieumsätze auf Vorjahresniveau – Beschäftigung weiterhin rückläufig

Nach den Umsatzverlusten zu Beginn des Jahres 2021 lagen die Erlöse der rheinland-pfälzischen Industrie im Februar in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Nach Angaben des Statistischen Landesamts in Bad Ems betrug die Abweichung der Umsätze im Februar gegenüber dem Vorjahreswert minus 0,2 Prozent (Deutschland: -3,5 %). Die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich gegenüber dem Beschäftigtenstand im Februar 2020 um 2,5 Prozent (D: -2,9 %).

Die Industrieumsätze lagen im Februar bei 7,4 Milliarden Euro. Der Wert der Auslandsgeschäfte war gegenüber dem Vorjahresmonat rückläufig (-0,4 %). Dagegen zeigte sich bei den Inlandsgeschäften eine „schwarze Null" (+0,1 %). Zum Vergleich: In Deutschland fiel der Umsatz aus dem Inland um 4,7 Prozent, der aus dem Ausland um 2,4 Prozent. Die rheinland-pfälzische Exportquote belief sich auf 57,9 Prozent und lag 0,1 Prozentpunkte unter der des Vorjahresmonats.

Die Umsatzentwicklung in den zehn umsatzstärksten Branchen von Rheinland-Pfalz verlief sehr unterschiedlich. Die größten Umsatzgewinne erwirtschaftete die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie (+6,9 %). Positive Umsatzerlöse verbuchten auch die Hersteller von Glas und Glaswaren, die Papier- und Pappeindustrie (beide +4,1 %) sowie der Maschinenbau (+2,9 %). Mit einem Minus von elf Prozent gab es bei den Pharmaherstellern deutliche Umsatzverluste. Auch bei den Metallerzeugern (-6,8 %), den Nahrungs- und Futtermittelherstellern (-3,6 %) sowie in der Metallerzeugung und -bearbeitung (-2,5 %) nahmen die Erlöse ab.

Beschäftigte
Insgesamt waren im Februar 2021 rund 254.200 Beschäftigte in den Betrieben des rheinland-pfälzischen Verarbeitenden Gewerbes tätig; das waren rund 6.600 bzw. 2,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, der Branche mit den größten Umsatzgewinnen, fiel der Beschäftigungsabbau am größten aus (-8,9 %). Deutliche Beschäftigungsverluste gab es auch bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (-6,9 %) und mit 5,8 Prozent in der Metallerzeugung und bearbeitung. Personalzuwächse zeigten sich dagegen in drei der zehn umsatzstärksten Branchen. Die mit Abstand deutlichsten Zunahmen gab es bei den Nahrungs- und Futtermittelherstellern (+7,6 %).

Zeitraum Januar bis Februar
Die Umsätze der rheinland-pfälzischen Industrie lagen in den beiden ersten Monaten um 3,7 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums, der noch nicht von den Corona-Folgen betroffen war. Auslands- und Inlandsumsätze gingen in vergleichbarer Größenordnung zurück (-3,6 bzw. 3,8 %). Die Zahl der Beschäftigten sank um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)