16. November 2017

Industrieumsätze von Januar bis September 2017 höher als im Vorjahreszeitraum

Die Umsätze stiegen sowohl im In- als auch im Auslandsgeschäft deutlich an (+7,5 bzw. +8,7 %; Deutschland: +4,6 bzw. +6,4 %). Die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe erzielten 56 Prozent ihrer Erlöse im Ausland (Deutschland: 50,0 Prozent). Die Exportquote lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+0,3 Prozentpunkte; Deutschland: +0,4 Prozentpunkte).

In den rheinland-pfälzischen Industrieunternehmen waren von Januar bis September 2017 im Durchschnitt 254.800 Personen tätig, was einem Zuwachs um 0,7 Prozent bzw. um 1.700 Beschäftigte gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht (Deutschland: +1,4 %). Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden belief sich auf 294 Millionen Stunden und hielt sich damit auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (Deutschland: +0,8 %).

Umsatzentwicklung in den wichtigsten Wirtschaftszweigen

In acht der zehn umsatzstärksten Industriebranchen waren die Erlöse von Januar bis September 2017 höher als ein Jahr zuvor. Die größte Umsatzsteigerung verbuchten die Hersteller von Papier, Pappe und Waren daraus (+31,9 %); vor allem die Inlandsumsätze erhöhten sich deutlich (+41,7 %). In der Metallerzeugung und -bearbeitung, in der Chemieindustrie, im Maschinenbau und in der Pharmabranche gab es ebenfalls zweistellige Zuwachsraten. Nur die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren mussten Erlösrückgänge hinnehmen (-4,3 bzw. -1,3 %). Die starken Unterschiede in der Umsatzentwicklung der verschiedenen Industriezweige sind teilweise auf geänderte Branchenzuordnungen größerer Betriebe zurückzuführen, die in einzelnen Teilbereichen der Industrie den Vergleich zum Vorjahreszeitraum beeinflussen.

Beschäftigung

Die geänderte Branchenzuordnung größerer Betriebe wirkt sich auch auf die Beschäftigungsentwicklung aus. Sechs der zehn umsatzstärksten Branchen verzeichneten einen Anstieg der Beschäftigtenzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Deutliche Steigerungen waren in der Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus sowie in der Metallerzeugung und -bearbeitung zu verzeichnen (+14,3 bzw. +8,1 %). In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen gingen die Beschäftigtenzahlen hingegen deutlich zurück (-9,5 %).

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)