6. November 2017

Kaum Änderung bei den Auftragseingängen in der Industrie

Im September 2017 blieb die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie fast unverändert. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 0,1 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

Während das Ordervolumen aus dem Inland um 1,7 Prozent abnahm, legten die Bestellungen aus dem Ausland um 0,6 Prozent zu.

In der Vorleistungsgüterindustrie fielen die Bestellungen im September um 3,1 Prozent geringer aus als im August. Die Nachfrage nach Konsumgütern schrumpfte um 2,1 Prozent. In der Investitionsgüterindustrie gingen hingegen mehr Aufträge ein als im Monat zuvor (+3,8 %).

Von den drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes verzeichneten zwei einen Anstieg der Bestellungen gegenüber dem Vormonat. Lediglich die Chemieindustrie, die größte Branche des Verarbeitenden Gewerbes, musste geringe Einbußen hinnehmen (-0,2 %). In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die gemessen am Umsatz unter den Industriebranchen an zweiter Stelle steht, erhöhte sich das Ordervolumen im September um 4,7 Prozent. Im Maschinenbau, der drittgrößten Branche, lagen die bereinigten Auftragseingänge um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vormonats.

Auch wenn die Auftragseingänge in der Industrie im September stagnierten, bewegt sich die Nachfrage auf vergleichsweise hohem Niveau: Die bereinigten Auftragseingänge waren deutlich höher als ein Jahr zuvor (+10,4 %). Aus dem In- und Ausland gingen mehr Bestellungen ein als im September 2016 (+7,5 bzw. +12,2 %). Alle drei industriellen Hauptgruppen verzeichneten deutliche Zuwächse. Das Ordervolumen lag in allen drei umsatzstärksten Branchen über dem Niveau des Vorjahresmonats.

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)