23. März 2018

Reallöhne 2017 um 0,8 Prozent gestiegen

Die realen Verdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent gestiegen (Deutschland: ebenfalls plus 0,8 Prozent). Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Zuwachs des Reallohnindex nach den endgültigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung damit um 0,1 Prozentpunkte über dem vorläufigen Wert vom 16. Februar 2018.

Der Reallohnindex wird errechnet, indem die Entwicklung der Verdienste der Preisentwicklung gegenüber gestellt wird. Mit einem Plus von 2,4 Prozent fiel die Steigerung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen höher aus als im Jahr zuvor (2016: plus 2,1 Prozent), lag aber etwas unter den deutschlandweiten Verdienstzuwächsen von plus 2,5 Prozent. Trotz des stärkeren Anstiegs der Nominallöhne war die Reallohnsteigerung aufgrund der höheren Teuerungsrate niedriger als 2016. Die Verbraucherpreise legten 2017 mit plus 1,6 Prozent deutlich stärker zu als in den Jahren zuvor (Deutschland: plus 1,8 Prozent).

Verdienstniveau in den Wirtschaftszweigen

Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen der Vollzeitbeschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich belief sich 2017 auf 47.982 Euro. Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienten 41.794 Euro, vollzeitbeschäftigte Männer 50.575 Euro. Erkennbare Unterschiede gab es zwischen den Wirtschaftsbereichen: Während eine Vollzeitkraft im Produzierenden Gewerbe im Durchschnitt 52.033 Euro verdiente, lagen die Jahresverdienste im Dienstleistungsbereich bei 45.599 Euro.

Noch deutlicher fallen die Verdienstunterschiede bei der Betrachtung einzelner Wirtschaftszweige aus. Vergleichsweise hoch wurden die Tätigkeiten in den Bereichen Energieversorgung (63.553 Euro), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (63.263 Euro) sowie Information und Kommunikation (62.103 Euro) vergütet. Deutlich niedriger sind die Verdienste zum Beispiel im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (30.468 Euro) und im Gastgewerbe (28.401 Euro).

Art der Tätigkeit

Das individuelle Verdienstniveau wird in allen Branchen maßgeblich durch die ausgeübte Tätigkeit bestimmt. Am unteren Ende der Verdienstskala stehen die ungelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Leistungsgruppe 5). Mit 27.681 Euro betrug der Bruttojahresverdienst einer Vollzeitkraft in der Leistungsgruppe 5 weniger als ein Drittel des Vergütungsniveaus der Leistungsgruppe 1 (Beschäftigte in leitenden Positionen). Hier lagen die jährlichen Bruttoverdienste bei 90.684 Euro.

 

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)