28. November 2019

Aus- und Einfuhren von Januar bis September weiter im Minus

In den ersten neun Monaten des Jahres wurden aus Rheinland-Pfalz Waren im Wert von 41 Milliarden Euro ausgeführt. Die Importe betrugen nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes 30,6 Milliarden Euro. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres gingen die Exporte um 11,6 Prozent und die Importe um 13,5 Prozent zurück. Das Jahr 2018 war im Außenhandel ein Rekordjahr, das allerdings teilweise von einem Sondereffekt im Pharmabereich geprägt war. Die Rückgänge im laufenden Jahr sind zum Teil auf diesen Sondereffekt zurückzuführen.

Ausfuhren
Den Großteil dieses Exportrückganges trägt der Handel mit den Ländern der Eurozone. In die Euroländer wurden von Januar bis September 2019 mit 17 Milliarden Euro deutlich weniger Waren geliefert (minus 23,8 Prozent). Die Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten, die nicht der Eurozone angehören, war mit minus 0,7 Prozent nur leicht rückläufig. Insgesamt nahmen die Ausfuhren in die EU-Länder um 17,7 Prozent auf 25 Milliarden Euro ab. An europäische Handelspartner außerhalb der EU wurden Waren im Wert von knapp drei Milliarden Euro geliefert; das waren 8,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Aufgrund des stark gestiegenen Handels mit China (plus 14,5 Prozent) legten die Lieferungen nach Asien um 6,3 Prozent zu. Mit einem Volumen von sechs Milliarden Euro übersteigt der Handel mit dem asiatischen Absatzmarkt den mit Amerika; der Wert der exportierten Waren auf den amerikanischen Kontinent verringerte sich um 2,8 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Die Exporte nach Australien und Ozeanien waren rückläufig (minus 21,1 Prozent). Die Ausfuhren nach Afrika konnten dagegen einen Zuwachs um 14,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro verbuchen.

Die Abnahme der Ausfuhren zeigt sich in allen sechs Güterabteilungen, die für den Export eine große Bedeutung haben. Besonders stark sank der Wert der Ausfuhr pharmazeutischer Erzeugnisse (minus 49,3 Prozent). Die Rückgänge in den übrigen fünf Wirtschaftszweigen fielen mit Ergebnissen von minus 1,6 bis minus sieben Prozent deutlich niedriger aus.

Einfuhren
Der größte Teil des Importrückganges geht auf die Einfuhren aus der Eurozone zurück. Aus diesen Ländern wurden 15,5 Milliarden Euro an Waren geliefert (minus 20,0 Prozent). Auch die Einfuhren der europäischen Länder, die nicht dem EU-Währungsgebiet angehören, wiesen ein Minus auf. Insgesamt belief sich das Minus bei den Importen aus den EU-Ländern nach Rheinland-Pfalz auf 17,1 Prozent.

Entgegen den Entwicklungen bei den Exporten wiesen die Warenimporte aus Asien ein Minus von 10,8 Prozent auf. Auch die Einfuhren aus Amerika nach Rheinland-Pfalz waren mit 5,4 Prozent rückläufig. Dagegen stieg der Wert der importierten Waren aus Australien und Ozeanien sowie aus Afrika an (plus 25,1 bzw. plus 15,0 Prozent).

Quelle: Stat. Landesamt Bad Ems