16. August 2019

Umsätze in der rheinland-pfälzischen Industrie rückläufig

Die Umsatzerlöse in der rheinland-pfälzischen Industrie betrugen im 1. Halbjahr 2019 rund 47,5 Milliarden Euro und waren damit nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems um 6,3 Prozent niedriger als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Deutschland: -0,4 %). Die inländischen Umsätze gingen um 4,5 Prozent und die Auslandsumsätze um 7,7 Prozent zurück (D: -1,1 und +0,4 %). Die rheinland-pfälzische Exportquote belief sich im ersten Halbjahr auf 57,0 Prozent und war damit um 0,8 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahreszeitraum.

Nur in zwei der zehn umsatzstärksten Industriebranchen lagen die Erlöse in den ersten sechs Monaten in 2019 über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die mit Abstand größte prozentuale Umsatzsteigerung verbuchten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+11,0 %). Dahinter folgten die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln (+3,0 %). Die Umsatzerlöse der Hersteller von Glas, Glaswaren, Keramik und Verarbeitung von Steinen und Erden blieben unverändert. Den größten Rückgang verzeichnete die Pharmaindustrie (-61,2 %). Die gegenwärtige Entwicklung in der Pharmaindustrie geht jedoch auf Sondereffekte zurück und spiegelt nicht die konjunkturelle Entwicklung der Branche wider. Ohne Einbeziehung der Pharmaindustrie sank der Umsatz der rheinland-pfälzischen Industrie um 0,9 Prozent (Inland: -3,8 bzw. Ausland: +1,5 %). Die Exportquote lag ohne die Pharmaindustrie mit 56,3 Prozent sogar um 1,3 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Beschäftigte
Insgesamt waren in den ersten sechs Monaten durchschnittlich rund 262.000 Personen in den rheinland-pfälzischen Industriebetrieben beschäftigt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 erhöhte sich der Beschäftigtenstand um 1,3 Prozent (D: +1,6 %). Sieben der zehn bedeutendsten Industriezweige wiesen eine positive Entwicklung auf. Das größte Plus verzeichneten die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln (+2,9 %), dicht gefolgt von den Herstellern von Glas, Glaswaren, Keramik und Verarbeitung von Steinen und Erden (+2,6 %). Die größten Rückgänge bei der Belegschaft gab es in der Papierindustrie (-2,2 %).

 

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)