18. September 2017

VDMA: Neue Bundesregierung muss die Infrastruktur flächendeckend ausbauen

Die mittelständischen Maschinenbauer sind das Rückgrat der erfolgreichen deutschen Industrie. Angesiedelt sind diese Betriebe, die in Summe mehr als 1 Million Menschen beschäftigen, häufig im ländlichen Raum. Außerhalb der großen Städte bleibt der Ausbau der Infrastruktur aber vielerorts weit hinter den Bedürfnissen der Unternehmen und ihrer Beschäftigten zurück. „Wir erwarten deshalb von der nächsten Bundesregierung, dass sie sich unmittelbar um bessere Anbindungen in der Fläche kümmert. Dies betrifft ein flächendeckendes und schnelles Breit­bandnetz ebenso wie den Ausbau der Verkehrswege", fordert Stefan Munsch, Vorsitzender des VDMA Landesverbands Mitte. „Die neue Bundesregierung muss die Grundlagen dafür schaffen, dass wir die Spitzenstellung in der digitalisierten Produktion überall dort ausbauen können, wo die Unternehmen angesiedelt sind. Und das heißt auch in ländlichen Regionen", betont Munsch.

Um die Zukunft der Industrie in Deutschland zu sichern, muss die Infrastruktur in mehreren Bereichen rasch ausgebaut werden, fordert der VDMA Mitte. Dies bedeutet im Einzelnen:

  • Die Verkehrsverbindungen im ländlichen Raum müssen besser an die großen Verkehrsnetze angebunden werden. Dies gilt gleichermaßen für Straße, Schiene und Binnenschifffahrt.
  • Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland brauchen flächendeckend ein Breitbandnetz nach dem Motto „Giga- statt Megabit". Dazu gehören Down- und Uploadgeschwindigkeiten im Gbit-Bereich, eine geringe Latenz sowie eine mobile Verfügbarkeit (5G).
  • Um Fachkräfte und Familien für den ländlichen Raum zu gewinnen, müssen ausreichend Krippen- und Kitaplätze sowie Ganztagsschulen mit moderner Ausstattung zur Verfügung stehen. Bund und Länder müssen hier endlich die föderalen Grabenkämpfe beenden und erstklassige Angebote auf den Weg bringen.
  • Viele Betriebe wollen die Integration von Flüchtlingen voranbringen, indem sie diesen Menschen eine Ausbildung ermöglichen. Bund und Länder sind hier gefordert, die bürokratischen Hürden für eine Beschäftigung von Flüchtlingen weiter abzubauen.

„Deutschland braucht erfolgreiche Mittelständler, um seinen Wohlstand auch künftig sichern zu können. Moderne Arbeitswelten müssen auch in kleineren Gemeinden und Städten möglich sein, sonst können wir im internationalen Wettbewerb auf Dauer nicht bestehen. Dazu muss die neue Bundesregierung ihren Teil beitragen", resümiert Munsch.



Der VDMA vertritt mehr als 3200 Betriebe des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit aktuell gut 1 Million Beschäftigten im Inland und einem Umsatz von 220 Milliarden Euro (2016) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

Haben Sie noch Fragen? Dr. Jörg Friedrich, VDMA, Landesverband Mitte,

Telefon 069 6603-1935, joerg.friedrich@vdma.org beantwortet sie gern.

(Quelle: VDMA)