Industrie: Deutliches Umsatzplus – Beschäftigtenzahlen stagnieren

Grafiken: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Die rheinland-pfälzischen Industrieumsätze stiegen im Juli 2021 gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Nach Angaben des Statistischen Landesamts in Bad Ems legten die Umsätze im Vergleich zum Juli 2020 um 20 Prozent zu (Deutschland: +8,2 %); die Zahl der Beschäftigten wies ein leichtes Minus von 0,2 Prozent auf (D: -1,2 %).

Bei der Einordnung dieser Entwicklung sind die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie im Juli 2020 zu berücksichtigen. Im Vergleich zum Juli 2019 stiegen die Umsätze um 5,6 Prozent.

Die Industriebetriebe setzten im Juli 2021 rund 8,6 Milliarden Euro um. Sowohl die Auslands- als auch die Inlandsgeschäfte nahmen im Vergleich zum Juli 2020 deutlich zu (plus 21 bzw. plus 19 Prozent). Zum Vergleich: In Deutschland stieg der Umsatz aus dem Ausland nur um 10 Prozent und die Erlöse aus dem Inland um 6,2 Prozent. Die rheinland-pfälzische Exportquote lag im Juli 2021 bei 56,1 Prozent und übertraf damit die des Vorjahresmonats um 0,5 Prozentpunkte.

Acht der zehn umsatzstärksten rheinland-pfälzischen Branchen verbuchten Umsatzsteigerungen. Die größte prozentuale Zunahme gab es in der Pharmaindustrie (+158 %) aufgrund hoher Inlandsnachfrage bei einzelnen pharmazeutischen Erzeugnissen. Dahinter folgte mit weitem Abstand die Chemische Industrie (+31 %). Die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln sowie Kraftwagen und Kraftwagenteilen mussten Erlösrückgänge hinnehmen (-0,1 bzw. -1,3 %).

Beschäftigte
Die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe beschäftigten im Juli 2021 etwa 256.000 Personen; das waren rund 500 bzw. 0,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (D: -1,2 %). Erneut fiel der Beschäftigungsabbau bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen am deutlichsten aus (-5,6 %). Größere Beschäftigungsverluste gab es auch bei den Herstellern von Metallerzeugnissen sowie in der Metallerzeugung und -bearbeitung (-3,1 bzw. 2,9 %). Die Nahrungs- und Futtermittelhersteller erhöhten ihren Personalbestand um 9,4 Prozent und die Pharmaindustrie um 2,7 Prozent.

Zeitraum Januar bis Juli
Die rheinland-pfälzischen Industrieerlöse lagen von Januar bis Juli 2021 um 15 Prozent über den Werten des Vorjahreszeitraums. Die Auslandsumsätze erhöhten sich um 17 Prozent, die Inlandsumsätze um 13 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten sank um 1,4 Prozent.

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)