Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im Februar 2026

  • Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit
  • Kräftenachfrage der Unternehmen ist im Februar gestiegen
  • Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt auf dem Niveau des Vorjahres

Im Februar ist die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz leicht gesunken. Unternehmen meldeten mehr neue Arbeitsstellen. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag auf dem Vorjahreswert.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im Februar 133 000 Frauen und Männer arbeitslos, 900 oder 0,7 Prozent weniger als im Januar. Im Vorjahresvergleich lag die Zahl jedoch um 4 800 höher (plus 3,8 Prozent).

Die Arbeitslosenquote – berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag unverändert zum Vormonat bei 5,8 Prozent. Im Februar 2025 betrug sie 5,6 Prozent.

„Während die Zahl aller Arbeitslosen im Februar gesunken ist, war bei den jüngeren Frauen und Männern ein Anstieg der Zahl der Arbeitslosen zu verzeichnen. Vorrangig ist hierfür die Beendigung von Ausbildungen mit einer Dauer von 3,5 Jahren zu nennen. Ein Teil der Auszubildenen wurde nicht übernommen und meldete sich vorübergehend bei den Agenturen für Arbeit arbeitslos. Die Arbeitslosigkeit wird zeitlich allerdings begrenzt sein. Denn gut ausgebildete Fachkräfte haben gute Chancen bei den Unternehmen eingestellt zu werden. Dies zeigt auch ein Blick auf die Arbeitsstellen – knapp 60 Prozent der Stellen waren für ausgebildete Fachkräfte gemeldet“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im Februar bei 162 200 Personen. Das waren 1 300 oder 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

Seit Jahresbeginn haben sich 23 700 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren dies 800 Personen oder 3,3 Prozent mehr.

14 100 Personen konnten seit Jahresbeginn die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden, 300 oder 2,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

In den letzten vier Wochen meldeten Unternehmen 6 300 neue Arbeitsstellen, 1 400 Stellen mehr als im Januar (plus 29,6 Prozent). Insgesamt waren im Februar 31 700 offene Arbeitsstellen registriert, 3 300 Stellen oder 9,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die meisten Stellen waren in der Zeitarbeit (4 990), im Gesundheits- und Sozialwesen (4 200), im Handel (4 180), im Verarbeitenden Gewerbe (3 630) sowie im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (3 190) gemeldet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag in Rheinland-Pfalz im Dezember 2025 – das ist der derzeit aktuellste Datenstand – mit 1 490 200 Beschäftigten auf dem Niveau des Vorjahres. Bezogen auf Deutschland lag die Beschäftigung 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten in Rheinland-Pfalz vor allem das Gesundheitswesen (plus 2 400 auf 132 500), das Sozialwesen (plus 2 300 auf 121 600), die öffentliche Verwaltung (plus 2 700 auf 109 800) sowie der Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (plus 1 700 auf 91 400).

Ein Rückgang war insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe (minus 6 500 auf 302 000), dem Handel (minus 2 700 auf 202 300) und bei der Zeitarbeit (minus 1 800 auf 22 000) erkennbar.

Konjunkturelle Kurzarbeit
Im Februar reichten 90 Unternehmen Anzeigen über konjunkturelle Kurzarbeit ein. Die Anzeigen bezogen sich auf 1 300 Beschäftigte. Im Januar waren es 100 Anzeigen für 1 500 Beschäftigte.

Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten noch nicht deren Realisierung. Zunächst geht es um eine grundsätzliche Genehmigung für die nächsten Monate. Erst nach drei Monaten kann festgestellt werden, in welchem Umfang tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Nach den aktuellsten Hochrechnungen haben im November 300 Betriebe für 6 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konjunkturelle Kurzarbeit umgesetzt.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit vom 27.02.2026