22. März 2018

LVU begrüßt Landtagsdebatte zu US-Strafzöllen

LVU-Präsident Dr. Gerhard F. Braun

LVU-Präsident Dr. Gerhard F. Braun

Der rheinland-pfälzische Landtag hat heute über die von den USA geplanten Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium diskutiert. Die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU) begrüßt es, dass sich die Parlamentarier mit möglichen Konsequenzen beschäftigen. Denn die rheinland-pfälzische Industrie lebt in hohem Maße vom Außenhandel. Auf Platz zwei der Exportländer stehen die USA.

„Die Wirtschaft sieht die angekündigten Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte daher sehr kritisch. Die Zölle sind ein Affront des US-Präsidenten gegen seine europäischen Partner und ein Angriff auf das Welthandelssystem. Es drohen Wohlstandsverluste bei uns, aber auch in den USA“, sagt Dr. Gerhard F. Braun.

Der LVU-Präsident weist darauf hin, dass die deutschen Stahl- und Aluminiumexporte in die USA zurückgehen werden. Noch schwerwiegender sei aber, dass nun mehr Importe aus Russland, China und anderen Drittstaaten auf den deutschen Markt drängen dürften. So geht die Wirtschaftsvereinigung Metalle davon aus, dass ein Viertel der Exporte aus China und Russland in die USA künftig auf den europäischen Markt umgeleitet werden.

Die Zölle hätten aber auch negative Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette – gerade in den USA. „Die Wettbewerbsfähigkeit der US-Unternehmen würde leiden. Denn wenn Stahl und Aluminium teurer werden, müssen Unternehmen, die diese Rohstoffe verarbeiten, ihre Preise anheben. Es ist beispielsweise davon auszugehen, dass US-Produkte, die Aluminium enthalten, um zehn Prozent teurer werden könnten. Daher haben sich auch viele US-Unternehmen gegen die Strafzölle ausgesprochen“, so Braun abschließend.