30. Juli 2020

LVU zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen: "Keine Entspannung in Sicht"

LVU-Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke. Bild: LVU / Strussione

LVU-Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke. Bild: LVU / Strussione

  • Deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr
  • Kurzarbeitergeld als wichtige Brücke
  • Mehr offene Ausbildungsstellen als unversorgte Bewerber

Mainz. Die Agentur für Arbeit hat heute die Arbeitsmarktzahlen für Rheinland-Pfalz veröffentlicht. Die Corona-Krise sorgt auch im Juli 2020 für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dazu Karsten Tacke, Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU):

  • "Corona geht am Arbeitsmarkt nicht spurlos vorbei. Auch im Juli ist die Arbeitslosigkeit erneut gestiegen. Derzeit gibt es keine Anzeichen, dass wir das Vorkrisen-Niveau innerhalb der kommenden zwei Jahre erreichen können. Durch das Engagement und die Flexibilität von Unternehmen und Beschäftigten und die Nutzung von Kurzarbeit konnte der rasante Abschwung ein wenig abgebremst werden. Dennoch ist die Talsole noch nicht erreicht."
  • "Wie auch in der letzten Krise ist das Kurzarbeitergeld ein zentrales Element der Krisenbewältigung. Es baut die Brücke zwischen den massiven Nachfrageeinbrüchen und einem Hochfahren der Produktion am Ende der Krise. Da die Folgen der Pandemie anhalten, sollte die Brücke verlängert werden. Hierzu braucht es jetzt ein verbindliches Zeichen aus der Politik"
  • "10.000 offenen Ausbildungsstellen stehen 7.100 unversorgte Jugendliche gegenüber. Das belegt das Engagement der Unternehmen. Auch in Krisenzeiten setzen sie auf die Ausbildung von Fachkräften. In Rheinland-Pfalz stehen auch kurzfristig viele spannende Ausbildungsplätze für wissbegierige und engagierte junge Menschen bereit. Jetzt geht es darum, mit gemeinsamer Anstrengung aller Beteiligten diese offenen Stellen zu besetzen."

Den vollständigen Arbeitsmarktbericht finden Sie hier.