27. November 2017

LVU zum DGB-Rentenreport: "Einkommenssituation von Rentnern hat sich verbessert"

LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon

LVU-Hauptgeschäftsführer Werner Simon

Der DGB Rheinland-Pfalz hat seinen sogenannten „Rentenreport 2017“ vorgestellt. Die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU) kritisiert, dass der Rentenreport mit Zahlenspielen über die durchschnittlichen Rentenhöhen Misstrauen gegenüber dem Rentensystem schürt.

„Der DGB betreibt Polemik und verunsichert Rentner und Beitragszahler. In anderen Zusammenhängen nennt man das auch Fake News“, sagt Werner Simon. Der LVU-Hauptgeschäftsführer weist darauf hin, dass die Durchschnittsrente keine Rückschlüsse über die Einkommenssituation von Rentnerhaushalten erlaube.

Tatsächlich hat sich die Einkommenssituation von Rentnerhaushalten in den vergangenen Jahrzehnten sogar verbessert. Der Anteil älterer Menschen im unteren Einkommensfünftel hat abgenommen, der in den mittleren und oberen Einkommensschichten hat zugenommen. „Damit stehen die Rentner heute deutlich besser da als vor 30 Jahren“, sagt Simon.

Auch beziehen lediglich 3,2 Prozent der Rentner Grundsicherung. Die Empfängerquote bei den Frauen fällt dabei nur geringfügig höher aus als bei den Männern. (Frauen: 3,3%, Männer: 2,9%). „Rentner haben ein sehr niedriges Armutsrisiko. Von einem Massenphänomen kann in dieser Altersgruppe keine Rede sein. Das Armutsrisiko bei Alleinerziehenden und ihre Kindern ist am größten“, sagt der LVU-Hauptgeschäftsführer.

„Wir halten von der Schwarzmalerei des DGB daher nichts und appellieren vielmehr dazu, den bestehenden Rentenkompromiss zu belassen, wie er ist. Kein Herumdoktern am Rentenniveau und an den Beiträgen! Die Renten steigen auch in Zukunft und die Beiträge können trotzdem stabil bleiben. Das ist fair“, so Simon abschließend.