27. April 2020

LVU zur Ankündigung, ein "Recht auf Homeoffice" gesetzlich verankern zu wollen

LVU-Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke. Bild: LVU / Strussione

LVU-Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke. Bild: LVU / Strussione

„Es ist erstaunlich, wofür eine Pandemie als Rechtfertigung herhalten muss", so LVU-Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke. Fast im Stundentakt begründeten Politiker untaugliche und altbekannte Forderungen mit dem Corona-Virus. In diese Kategorie falle auch die Aussage von Bundesarbeitsminister Heil, er wolle ein „Recht auf Homeoffice" gesetzlich verankern.

Mobiles Arbeiten liege im Interesse von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. "Voraussetzung ist, dass mobiles Arbeiten sinnvoll und machbar ist. Betriebliche Abläufe und mobiles Arbeiten müssen im Einzelfall vereinbar sein. Wir haben in dieser Krise viel über Homeoffice gelernt. Über die Möglichkeiten, aber auch über die Grenzen", gibt Tacke zu bedenken.

Einseitige gesetzliche Ansprüche der Arbeitnehmer öffneten die Tür für eine erhebliche Zahl von nicht sinnvollen Lösungen. Am Ende müsse auch die Technik bezahlt werden und eine brauchbare Netzanbindung vorliegen, die vielerorts immer noch fehle. "Im Ergebnis zählen passgenaue Lösungen. Die findet man im Betrieb und nicht im Gesetz", so der LVU-Hauptgeschäftsführer abschließend.