11. Dezember 2019

LVU zur Presseinformation des DGB zur Tarifflucht

LVU-Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke. Bild: LVU / Strussione

LVU-Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke. Bild: LVU / Strussione

Der DGB skandalisiere, dass ,nur' 35 Prozent der Betriebe tarifgebunden seien. Er schreibe nicht, dass der Anteil gewerkschaftlich organisierter Arbeitnehmer deutlich niedriger ist, so LVU-Hauptgeschäftsführer Karsten Tacke. „Der DGB sollte sich daher die Frage stellen, warum es Gewerkschaften nicht mehr gelingt, Arbeitnehmer für eine Mitgliedschaft zu gewinnen. Da helfen auch keine Rufe nach dem Gesetzgeber und nach neuen Vergaberegeln“, mahnt Tacke.

„Sollte die öffentliche Hand wie vom DGB gefordert, bei Aufträgen nur tarifgebundene Unternehmen auswählen dürfen, käme das Staat und Steuerzahler erheblich teurer“, sagt Karsten Tacke. „Konkret hieße dies beispielsweise, dass wir uns weniger Infrastruktur leisten könnten als bisher.“

„Hinter den vom DGB skandalisierten Zahlen verbirgt sich zudem ein großer Struktureffekt. Der Dienstleistungssektor wächst bei uns wie in allen entwickelten Volkswirtschaften stärker als die Industrie. Dienstleister zahlen im Durchschnitt jedoch produktivitätsbedingt geringere Gehälter als Industrieunternehmen, und zwar unabhängig ob sie tarifgebunden sind oder nicht," so der LVU-Hauptgeschäftsführer abschließend.