Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt

  • Zahl der Arbeitslosen im Dezember leicht gestiegen 
  • Kräftenachnachfrage der Unternehmen weiterhin hoch 
  • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung über Vorjahreswert

Im Dezember waren in Rheinland-Pfalz etwas mehr Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Entwicklung ist für einen Dezembermonat saisonal üblich. Der Anstieg fällt jedoch geringer aus als in den Jahren zuvor. Ungebrochen zeigte sich die Nachfrage der Betriebe nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wie auch in den Vormonaten lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung über dem Niveau des Vorjahres.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im Dezember insgesamt 98.700 Frauen und Männer arbeitslos, 1.500 oder 1,6 Prozent mehr als im November. Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit deutlich gesunken und zwar um 9.600 oder 8,9 Prozent.

Die Arbeitslosenquote - berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag bei 4,5 Prozent. Vor einem Monat betrug sie 4,4 Prozent und vor zwölf Monaten 4,9 Prozent.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember kommt nicht überraschend. Auch in den vergangenen Jahren stellten wir diese Entwicklung jahreszeitlich bedingt fest. Insgesamt war das Jahr mit Blick auf den Arbeitsmarkt sehr erfolgreich. Die Arbeitslosigkeit ist weiter zurückgegangen. Seit 25 Jahren liegt der Wert der arbeitslos Gemeldeten erstmals wieder unter 100.000. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist konstant angewachsen. Die rheinland-pfälzischen Unternehmen meldeten dauerhaft viele Stellenangebote“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. „Für das Folgejahr sind die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter gut aufgestellt. Unsere Aufgabe ist es, allen Menschen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Hierfür halten wir eine breite Palette von Angeboten und Fördermöglichkeiten bereit.“

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im Dezember bei 143.000 Personen. Das waren 5.100 oder 3,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Somit ist die Unterbeschäftigung in geringerem Maße gesunken als die Arbeitslosigkeit.

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung. 9.800 Frauen und Männer meldeten sich nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Dies waren 200 oder 1,9 Prozent weniger als einen Monat zuvor.

Auf der anderen Seite konnten im Dezember rund 6.300 Personen die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden, 1.700 oder 21,7 Prozent weniger als im November.

Im Dezember waren 39.400 Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 6.600 oder 20,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die meisten Stellen gab es in der Zeitarbeit (13.570), im Handel (4.080), im Verarbeitenden Gewerbe (3.760), im Gesundheits- und Sozialwesen (3.400) und bei der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (2.580).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen
Die Zahl der arbeitslosen Männer ist gestiegen. Im Dezember waren 53.800 Männer arbeitslos gemeldet, 1.400 oder 2,6 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 6.100 oder 10,2 Prozent gesunken.

Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist gegenüber dem Vormonat ebenfalls leicht angestiegen. Im Monat Dezember wurden 44.900 arbeitslose Frauen gezählt, 130 oder 0,3 Prozent mehr als vier Wochen zuvor. Gegenüber Dezember 2016 ist die Zahl um 3.500 oder 7,3 Prozent gesunken.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren im Dezember 2017 rund 39.000 Personen arbeitslos gemeldet – das waren 39,5 Prozent aller Arbeitslosen. Gegenüber dem Vormonat ist die Zahl um 1.200 oder 3,1 Prozent gestiegen und im Vergleich zum Dezember 2016 um 900 oder 2,1 Prozent gesunken.

Im Bereich der Grundsicherung ist die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen vier Wochen ebenfalls angewachsen, um 400 oder 0,6 Prozent auf 59.800. Das waren 60,5 aller Arbeitslosen. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Rückgang um 8.800 oder 12,8 Prozent zu verzeichnen.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag in Rheinland-Pfalz im Oktober 2017 – das ist der aktuellste Datenstand – mit rund 1.417.400 Beschäftigten 2,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bezogen auf Deutschland lag die Beschäftigung 2,3 Prozent über dem Vorjahreswert.

Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten vor allem das Verarbeitende Gewerbe (plus 2.700 auf 322 500), das Sozialwesen (plus 3.400 auf 104.400), das Baugewerbe (plus 2.800 auf 90.900), die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (plus 3.000 auf 75.500) sowie der Bereich Verkehr und Lagerei (plus 4.000 auf 68.600).

Zurückgegangen ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei den sonstigen Dienstleistungen (minus 1.000 auf 52.400) und im Finanz- und Versicherungsbereich (minus 100 auf 36.600).

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland)


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Archiv - Arbeitsmarktdaten für Rheinland-Pfalz

Sie finden hier - nach Jahren und Monaten aufgeschlüsselt - die ausführlichen Arbeitsmarktberichte der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

2017
November / Oktober / September / August / Juli / Juni / Mai / April / März / Februar / Januar

2017: Die Arbeitsmarktzahlen für das Jahr 2017

2016: Die Arbeitsmarktzahlen für das Jahr 2016

2015: Die Arbeitsmarktzahlen für das Jahr 2015

2014: Die Arbeitsmarktzahlen für das Jahr 2014

2013: Die Arbeitsmarktzahlen für das Jahr 2013

2012: Die Arbeitsmarktzahlen für das Jahr 2012

2011: Die Arbeitsmarktzahlen für das Jahr 2011