1. März 2019

Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im Februar 2019

  • Arbeitslosigkeit ist zurückgegangen
  • Mehr jüngere Menschen waren arbeitslos
  • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag über dem Vorjahreswert

Nach einem Anstieg in den Monaten Dezember und Januar ist die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz wieder gesunken. Die Zahl der gemeldeten offenen Arbeitsstellen lag über dem Wert des Vorjahres. Unverändert wurden mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gezählt.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im Februar insgesamt 101.900 Frauen und Männer arbeitslos. Das waren 1.300 oder 1,3 Prozent weniger als vier Wochen zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 5.700 oder 5,3 Prozent gesunken.

Die Arbeitslosenquote - berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag unverändert bei 4,6 Prozent. Im Februar 2018 betrug sie 4,9 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin stabil. In den letzten vier Wochen ist die Zahl aller Arbeitslosen gesunken. Bei den jüngeren Frauen und Männern war eine gegenläufige Entwicklung erkennbar: hier ist die Zahl der Arbeitslosen angestiegen. Ursächlich hierfür war die Beendigung der Ausbildungen, die 3,5 Jahre dauerten. Ein Teil dieser Auszubildenden wurde nicht übernommen und meldete sich vorübergehend bei den Agenturen für Arbeit arbeitslos. Diese Dauer der Arbeitslosigkeit wird zeitlich sehr begrenzt sein, denn gute Fachkräfte werden von den Unternehmen gesucht und gerne eingestellt“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im Februar bei 143.400 Personen. Das waren 7.600 oder 5,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

10.500 Frauen und Männer meldeten sich nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Dies waren 5.900 oder 36,2 Prozent weniger als einen Monat zuvor.

Auf der anderen Seite konnten im Februar rund 8.100 Personen die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden, 1.800 oder 28,9 Prozent mehr als vier Wochen zuvor.

Im Februar meldeten die Betriebe viele offene Arbeitsstellen. 10.400 Stellen wurden gemeldet, 3.900 oder 60,2 Prozent mehr als im Januar dieses Jahres. Insgesamt waren 39.800 offene Arbeitsstellen gemeldet, 1.200 oder 3,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die meisten Stellen gab es in der Zeitarbeit (12.440), im Handel (4.120), im Verarbeitenden Gewerbe (3.790), im Gesundheits- und Sozialwesen (3.520) und im Baugewerbe (2.920).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen
Im Februar waren 57.200 Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 400 oder 0,7 Prozent weniger als im Januar. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl um 3.000 oder 5,0 Prozent verringert.

Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist ebenfalls gesunken. Im Februar waren 44.700 Frauen arbeitslos, 900 oder 2,0 Prozent weniger als vier Wochen zuvor. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 2.600 oder 5,5 Prozent gesunken.

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen hatte sich im Februar um 500 oder 5,1 Prozent erhöht. 10.300 junge Frauen und Männer waren arbeitslos gemeldet. Gegenüber Februar 2018 wurden 500 oder 4,8 Prozent weniger junge arbeitslose Menschen gezählt.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren im Februar rund 45.400 Personen arbeitslos gemeldet – das waren 44,6 Prozent aller Arbeitslosen. Gegenüber dem Vormonat ist die Zahl um 500 oder 1,2 Prozent zurückgegangen und im Vergleich zum Februar 2018 hat sich die Zahl um 600 oder 1,3 Prozent verringert.

Auch im Bereich der Grundsicherung ist die Zahl der Arbeitslosen in den letzten vier Wochen gesunken, um 800 oder 1,4 Prozent. Zuletzt wurden 56.400 arbeitslose Frauen und Männer gezählt. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 5.000 oder 8,2 Prozent zurückgegangen. 55,4 Prozent aller Arbeitslosen waren im Bereich der Grundsicherung gemeldet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag in Rheinland-Pfalz im Dezember 2018 – das ist der aktuellste Datenstand – mit rund 1.431.600 Beschäftigten 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bezogen auf das gesamte Bundesgebiet lag die Beschäftigung 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten vor allem das Verarbeitende Gewerbe (+5.200 auf 325.800), der Handel (+6.200 auf 202.700), das Sozialwesen (+3.500 auf 108.200), das Baugewerbe (+2.800 auf 90.800) und der Bereich Verkehr und Lagerei (+3.200 auf 71.500).

Zurückgegangen ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Zeitarbeit (-3.600 auf 30.700).

 

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland)