Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im Jahr 2017

Die Arbeitslosigkeit sank im Jahr 2017 unter den Vorjahreswert. Die Arbeitslosenzahl lag mit rund 106.300 Personen 5.100 oder 4,6 Prozent niedriger als im Jahr 2016. Die Entwicklung in den jeweiligen Rechtskreisen verlief unterschiedlich.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung ist die Arbeitslosigkeit angestiegen (plus 1.000 oder 2,4 Prozent). Bei dieser Entwicklung ist insbesondere zu berücksichtigen, dass die sogenannten Aufstocker, also Personen, die gleichzeitig Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung und der Grundsicherung bezogen, seit Januar 2017 statistisch im Bereich der Arbeitslosenversicherung gezählt wurden. Im Bereich der Grundsicherung ist die Arbeitslosigkeit um 6.100 oder 8,7 Prozent gesunken.

Die Arbeitslosigkeit der Frauen sank um 2.300 oder 4,5 Prozent auf 48.200. Die Arbeitslosigkeit der Männer fiel im gleichen Zeitraum um 2.800 oder 4,7 Prozent auf 58.100.

Die Jugendarbeitslosigkeit verringerte sich im Jahr 2017 um 300 oder 2,6 Prozent auf rund 11.500. Bei den älteren Arbeitslosen konnte die Zahl um 1.900 oder 5,0 Prozent gesenkt werden. Im Jahresdurchschnitt wurden 35.500 Arbeitslose über 50 Jahre gezählt.

Auch die Gruppe der Langzeitarbeitslosen konnte vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren. Im Jahresdurchschnitt 2017 waren 33.900 Menschen langzeitarbeitslos, 3.100 oder 8,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Arbeitskräftenachfrage
Rheinland-pfälzische Unternehmen meldeten 2017 mehr Personalbedarf bei den gemeinsamen Arbeitgeberservices der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter. Von Januar bis Dezember wurden 116.500 freie Arbeitsplätze gemeldet – 7.900 oder 7,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.