1. Juli 2019

Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im Juni 2019

  • Minimaler Anstieg der Arbeitslosigkeit 
  • Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag unverändert über dem Vorjahresniveau
  • 8.400 Bewerberinnen und Bewerber suchen noch nach einem Ausbildungsplatz 

In den vergangenen vier Wochen ist die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer in Rheinland-Pfalz geringfügig gestiegen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag unverändert über dem Vorjahreswert.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im Juni insgesamt 96.200 Frauen und Männer arbeitslos, 270 oder 0,3 Prozent mehr als im Mai dieses Jahres. Gegenüber dem Vorjahr wurden 1.600 oder 1,7 Prozent Arbeitslose weniger gezählt. 

Die Arbeitslosenquote – berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag unverändert bei 4,3 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote 4,4 Prozent.

„Insbesondere bei jungen Menschen ist die Arbeitslosigkeit gestiegen. Hier wurden in den vergangenen vier Wochen 700 junge Frauen und Männer mehr gezählt als im Mai. Prozentual gesehen bedeutet dies einen Anstieg um 7,6 Prozent. Diese Arbeitslosigkeit wird nur vorübergehend sein, da sich die Jugendlichen nach Beendigung der Ausbildung arbeitslos gemeldet haben und sehr bald eine Stelle finden werden“, so Walter Hüther, Geschäftsführer Interner Service der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. 

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt werden, lag im Juni bei 137.200 Personen. Das waren rund 2.600 oder 1,8 Prozent weniger als im Juni 2018.  

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

In den vergangenen vier Wochen meldeten sich rund 8.600 Frauen und Männer aus einer Erwerbstätigkeit arbeitslos, 20 oder 0,2 Prozent mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 1.000 oder 12,8 Prozent gestiegen.

Auf der anderen Seite konnten im Juni rund 7.300 Personen die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden. Im Vergleich zum Mai waren es 750 oder 9,3 Prozent weniger. Gegenüber Juni 2018 waren es 200 oder 3,2 Prozent mehr.

Im Monat Juni waren beim Arbeitgeber-Service der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter (gemeinsame Einrichtungen) 40.900 Stellen gemeldet. Dies waren 650 oder 1,6 Prozent mehr als vier Wochen zuvor. Gegenüber Juni 2018 waren es 200 oder 0,4 Prozent Stellen mehr. Die meisten Stellen gab es in der Zeitarbeit (13.160), im Handel (4.030), im Verarbeitenden Gewerbe (3.920), im Gesundheits- und Sozialwesen (3.720) und im Baugewerbe (2.900).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen
Die Zahl der arbeitslosen Männer ging im letzten Monat um 50 oder 0,1 Prozent zurück. 52.800 Männer waren arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 300 oder 0,6 Prozent gesunken.

Gegenüber Mai wurden 300 oder 0,7 Prozent arbeitslose Frauen mehr gezählt. 43.400 Frauen waren bei den Agenturen für Arbeit oder einem der Jobcenter gemeldet.  Gegenüber Juni 2018 ist die Zahl um 1.300 oder 3,0 Prozent gesunken.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren im Juni 2019 rund 39.200 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet – das waren 40,7 Prozent aller Arbeitslosen. Ihre Zahl ist sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Vergleich zum Mai waren 600 oder 1,6 Prozent mehr Personen gemeldet und im Vergleich zum Vorjahr waren es 800 oder 2,0 Prozent mehr.

Anders der Bereich der Grundsicherung: hier ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Mai 2019 um 300 oder 0,6 Prozent gesunken und im Vergleich zu Juni 2018 um 2.400 oder 4,1 Prozent. In der Grundsicherung wurden 57.000 Arbeitslose gezählt – das waren 59,3 Prozent aller Arbeitslosen.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag in Rheinland-Pfalz im April 2019 – das ist der aktuellste Datenstand – mit 1.434.800 Beschäftigten 1,6 Prozent über dem Vorjahresmonat. Bezogen auf Deutschland wurden 1,8 Prozent Beschäftigte mehr gezählt.

Für mehr Beschäftigung sorgten das Verarbeitende Gewerbe (+5.900 auf 325.900), der Handel (+3.800 auf 199.700), das Sozialwesen (+3.800 auf 108.600), das Baugewerbe (+2.600 auf 92.700) und der Bereich Verkehr und Lagerei (+2.200 auf 71.900).

Ein Rückgang war im Finanz- und Versicherungswesen (-400 auf 36.600) und in der Zeitarbeit (-3.000 auf 30.100) zu erkennen.

 

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland)