29. März 2019

Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im März 2019

Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im März 2019

  • Erneuter Rückgang der Arbeitslosigkeit
  • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag weiterhin über dem Vorjahresniveau

Zum Ende des ersten Quartals ist die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer nochmal gesunken. Auch wurden mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Rheinland-Pfalz gezählt als ein Jahr zuvor.

Im März waren nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland 99.100 Personen arbeitslos, 2.800 oder 2,8 Prozent weniger als einen Monat zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 4.200 oder 4,1 Prozent zurück.

Die Arbeitslosenquote - berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag bei 4,4 Prozent. Im Februar betrug sie 4,6 Prozent und im März 2018 4,7 Prozent.

„Die Frühjahrsbelebung hat auf dem Arbeitsmarkt Einzug gehalten. Insbesondere in den Gartenbau- und Bauberufen wurden im März weniger Arbeitslose gezählt“, so Walter Hüther, Geschäftsführer Interner Service der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. „Die Arbeitslosigkeit unterschritt nochmal die 100.000-Grenze. Zuletzt waren im Jahr 1992 weniger Arbeitslose im März registriert.“

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im März bei 140.900 Personen. Das waren 6.800 oder 4,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

9.400 Frauen und Männer meldeten sich nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Dies waren 1.000 oder 10,0 Prozent weniger als einen Monat zuvor.

Auf der anderen Seite konnten im März rund 9.700 Personen die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden, 1.500 oder 19,0 Prozent mehr als vier Wochen zuvor.

Im März waren 39.600 offene Arbeitsstellen gemeldet. Dies waren 230 weniger als im Februar. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich die Zahl um 300. Die meisten Stellen gab es in der Zeitarbeit (12.190), im Handel (4.110), im Verarbeitenden Gewerbe (3.730), im Gesundheits- und Sozialwesen (3.620) und im Baugewerbe (2.950).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen
Im März waren 55.200 Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 2.100 oder 3,6 Prozent weniger als vier Wochen zuvor. Gegenüber März 2018 hat sich die Zahl um 2.000 oder 3,5 Prozent verringert.

Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist ebenfalls gesunken: gegenüber dem Vormonat um 800 oder 1,7 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 2.200 oder 4,8 Prozent. 43.900 Frauen wurden aktuell gezählt.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren im März rund 42.600 Personen arbeitslos gemeldet – das waren 43,0 Prozent aller Arbeitslosen. Gegenüber dem Vormonat ist die Zahl um 2.900 oder 6,3 Prozent zurückgegangen und im Vergleich zum März 2018 um 200 oder 0,5 Prozent.

Im Bereich der Grundsicherung hat sich die Zahl der Arbeitslosen in den letzten vier Wochen kaum verändert. Zuletzt wurden 56.500 arbeitslose Frauen und Männer gezählt, 40 oder 0,1 Prozent mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 4.000 oder 6,6 Prozent gesunken. 57,0 Prozent aller Arbeitslosen waren im Bereich der Grundsicherung gemeldet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag in Rheinland-Pfalz im Januar 2019 – das ist der aktuellste Datenstand – mit 1.425.000 Beschäftigten 1,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bezogen auf das gesamte Bundesgebiet lag die Beschäftigung 2,0 Prozent über dem Vorjahreswert.

Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten vor allem das Verarbeitende Gewerbe (+5.900 auf 324.700), der Handel (+4.700 auf 200.200), das Sozialwesen (+3.100 auf 108.000), das Baugewerbe (+2.800 auf 9. 500) sowie der Bereich Verkehr und Lagerei (+2.900 auf 71.400).

Zurückgegangen ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-600 auf 36.600) und in der Zeitarbeit (-3.300 auf 30.400).

 

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland)