31. März 2021

Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im März 2021

  • Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit
  • Arbeitskräftenachfrage stieg an
  • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag auf dem Vorjahresniveau

In den letzten vier Wochen ist die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz leicht gesunken. Die Arbeitskräftenachfrage ist angestiegen. Der Bestand der offenen Arbeitsstellen lag allerdings unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entsprach der des Vorjahres. Unternehmen reichten weniger Anzeigen für Kurzarbeit ein.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im März 122.600 Frauen und Männer arbeitslos, 3.200 oder 2,5 Prozent weniger als im Februar. Gegenüber März 2020 wurden 20.000 arbeitslose Personen mehr gezählt. Das entspricht einem Plus von 19,5 Prozent.

Die Arbeitslosenquote - berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen - lag im März bei 5,4 Prozent. Vor vier Wochen betrug sie 5,6 Prozent und vor einem Jahr 4,6 Prozent.

„Die Arbeitslosigkeit ist in den letzten vier Wochen zwar zurückgegangen, allerdings sind immer noch deutlich mehr Menschen arbeitslos als im Vorjahr. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im März ist ausschließlich im Bereich der Arbeitslosenversicherung zu sehen. Im Bereich der Grundsicherung ist die Arbeitslosigkeit leicht gestiegen. Kritisch sehe ich die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Diese liegt deutlich über dem Vorjahreswert. Gemeinsam mit unseren Arbeitsmarktpartnern arbeiten wir daran, diesen Frauen und Männern eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben“, so Walter Hüther, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im März bei 156.800 Personen. Das waren 14.000 oder 9,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

In den letzten vier Wochen meldeten sich 7.800 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Dies waren 1.300 oder 13,9 Prozent weniger als einen Monat zuvor. Gegenüber März 2020 betrug der Rückgang 1.700 oder 18,1 Prozent.

8.700 Personen konnten die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden, 1.300 oder 17,3 Prozent mehr als im Februar. Im Vergleich zu März 2020 waren es 1.000 oder 10,1 Prozent weniger.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im März erneut gestiegen. Unternehmen meldeten 7.800 neue Arbeitsstellen bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern (in gemeinsamer Trägerschaft). Dies waren 500 oder 7,5 Prozent mehr als vier Wochen zuvor und 900 oder 12,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt waren im März 32.800 Stellen gemeldet, 1.800 oder 5,7 Prozent mehr als im Februar. Gegenüber dem Vorjahr lag der Stellenbestand mit 1.800 Stellen oder 5,2 Prozent im Minus. Die meisten Stellen waren in der Zeitarbeit (8.550), im Gesundheits- und Sozialwesen (3.760), im Handel (3.540), im Verarbeitenden Gewerbe (3.230) und im Baugewerbe (3.020) registriert.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Im Januar 2021 - das ist der derzeit aktuellste Datenstand - wurden 1.439700 Beschäftigte gezählt. Das entspricht dem Niveau des Vorjahres. Bezogen auf Deutschland lag die Beschäftigung 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten in Rheinland-Pfalz vor allem das Gesundheitswesen (+1.400 auf 122.800), das Sozialwesen (+2.200 auf 112.800), die öffentliche Verwaltung (+1.900 auf 97.600), das Baugewerbe (+2.200 auf 95.000) sowie der Bereich Verkehr und Lagerei (+1.400 auf 72.900). Ein Rückgang war insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe (-7.900 auf 315.200) und im Gastgewerbe (-3.800 auf 40.100) festzustellen.

Kurzarbeit
Im März zeigten die Unternehmen deutlich weniger Kurzarbeit an. Insgesamt gingen 600 Anzeigen für 6.600 Beschäftigte bei den Agenturen für Arbeit ein. Im Januar belief sich die Zahl der Anzeigen noch auf 4.100 und im Februar auf 1.900.

Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten noch nicht deren Realisierung. Zunächst geht es um eine grundsätzliche Genehmigung für die nächsten Monate. Erst nach drei Monaten kann festgestellt werden, in welchem Umfang tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Nach den aktuellsten Hochrechnungen haben im Dezember 2020 16.400 Be-triebe für 95.800 Mitarbeiter Kurzarbeit umgesetzt.

 

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)