30. Mai 2018

Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im Mai 2018

  • Erneuter Rückgang der Arbeitslosigkeit
  • Hohe Nachfrage der Betriebe nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Gute Chancen für Bewerberinnen und Bewerber für einen Ausbildungsplatz

Im Mai ist die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz wieder unter 100.000 gesunken. Die Anzahl der gemeldeten Arbeitsstellen befindet sich weiterhin auf hohem Niveau. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag über dem Vorjahreswert.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im Mai rund 98.000 Frauen und Männer in Rheinland-Pfalz arbeitslos gemeldet, 2.300 oder 2,3 Prozent weniger als im April. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 6.900 oder 6,6 Prozent zurückgegangen.

Die Arbeitslosenquote1 - berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – betrug 4,4 Prozent und somit 0,2 Prozentpunkte weniger als vier Wochen zuvor. Im Mai 2017 lag die Arbeitslosenquote bei 4,8 Prozent.

„Weniger Arbeitslose, mehr offene Stellen und gute Chancen für Auszubildende – so lässt sich der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im Mai beschreiben. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die Nachfrage der Unternehmen ungebrochen. Um diese Stellen besetzen zu können, benötigen wir Fachkräfte. Hier unterstützen wir beispielsweise mit dem Programm „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU)", so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeits-marktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im Mai bei 141.500 Personen und ist somit gegenüber dem Vorjahr um 6.600 oder 4,4 Prozent zurückgegangen.

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

Im Mai meldeten sich 8.800 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Das waren 350 oder 3,8 Prozent weniger als im April.

Auf der anderen Seite haben fast 9.000 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beendet. Das waren 1.300 oder 12,7 Prozent weniger als vier Wochen zuvor.

Im vergangenen Monat waren 40.600 Stellen gemeldet. Dies waren 3.700 oder 10,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die meisten Stellen waren in der Zeitarbeit (14.060), im Verarbeitenden Gewerbe (4.120), im Handel (4.070), im Gesundheits- und Sozialwesen (3.420) und im Baugewerbe (2.830) gemeldet.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen
Im Mai waren 53.600 Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 1.500 oder 2,7 Prozent weniger als einen Monat zuvor. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Rückgang 3.800 oder 6,6 Prozent.

Auch bei den Frauen ist die Zahl sowohl gegenüber dem Vormonat als auch dem Vorjahr gesunken: gegenüber April ging die Zahl um 800 oder 1,8 Prozent zurück und gegenüber dem Vorjahr um 3.100 oder 6,6 Prozent. Im Mai wurden 44.400 arbeitslose Frauen gezählt.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren im Mai rund 38.200 Frauen und Männer arbeitslos. Das waren 39,0 Prozent aller Arbeitslosen. Gegenüber dem Vormonat bedeutet dies ein Rückgang um 1 700 oder 4,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl um 1.400 oder 3,6 Prozent ab.

Im Bereich der Grundsicherung waren im Mai 59.800 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 61,0 Prozent aller rheinland-pfälzischen Arbeitslosen. Gegenüber dem Vormonat ist die Zahl um 500 oder 0,9 Prozent gesunken und gegenüber dem Vorjahr um 5.500 oder 8,4 Prozent.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im März 2018 – das ist der aktuellste Datenstand – bei 1.407.100 Beschäftigten. Das waren 2,0 Prozent mehr als vor zwölf Monaten. Bezogen auf Deutschland stieg die Beschäftigung um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten vor allem der Handel (+3.600 auf 196.300), das Gesundheitswesen (+2.600 auf 117.700), das Sozialwesen (+4.200 auf 105.000), die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+2.800 auf 75.300) sowie der Bereich Verkehr und Lagerei (+3.600 auf 68.900).

Rückläufig war die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei den sonstigen und privaten Dienstleistungen (-600 auf 52.000) und in der Land-, Forstwirtschaft und Fischerei (-300 auf 12.200).

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland)