23. Dezember 2019

Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal erneut gesunken

Das preis-, kalender- und saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt reduzierte sich im dritten Quartal 2019 nach vorläufigen, indikatorgestützten Berechnungen des Statistischen Landesamtes um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum dritten Quartal 2018 schrumpfte die Wirtschaftsleistung in Rheinland-Pfalz um 0,9 Prozent.

Die negative Gesamtentwicklung wird weiterhin durch die schlechte Lage im Verarbeitenden Gewerbe bestimmt. Die Bruttowertschöpfung in diesem Wirtschaftsbereich lag im dritten Quartal um 1,4 Prozent unter dem Wert des Vorquartals. Die Dienstleistungsbereiche stagnierten im dritten Quartal, die Wertschöpfung blieb gegenüber dem Vorquartal unverändert. Das Baugewerbe, das allerdings nur einen kleinen Teil zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung beisteuert, wächst hingegen robust mit hohen Raten. Im dritten Quartal erhöhte sich die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe um 1,5 Prozent.

Die Umsatzdaten für das Verarbeitende Gewerbe zeigen weiterhin starke Rückgänge in der von Sondereffekten betroffenen Konsumgüterindustrie. Auch in der Vorleistungsgüterindustrie nahmen die kalender- und saisonbereinigten nominalen Erlöse im dritten Quartal abermals ab, wohingegen die Investitionsgüterproduzenten steigende Umsätze verbuchen konnten. Viele Dienstleistungsbereiche mussten im dritten Quartal ebenfalls Rückgänge ihrer bereinigten Erlöse hinnehmen. So sanken die Umsätze unter anderem im Gastgewerbe und in den Bereichen „Verkehr und Lagerei" sowie „Information und Kommunikation". Im Handel waren hingegen leichte Umsatzsteigerungen zu verzeichnen. Die bereinigten Erlöse im Bauhauptgewerbe wuchsen im dritten Quartal dank der positiven Umsatzentwicklung im Tiefbau; im Hochbau sanken demgegenüber die Umsätze.

Den vollständigen Konjunkturbericht finden Sie hier.

 

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)