10. Dezember 2018

Investitionen

Industriebetriebe investierten 2017 mehr als im Vorjahr


Die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe tätigten 2017 Investitionen in Höhe von drei Milliarden Euro. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems war das Volumen zwar deutlich höher als im Vorjahr, lag aber auf dem Niveau der Jahre 2013 bis 2015. Die Investitionen in Maschinen und Anlagen sowie in Grundstücke und Gebäude stiegen gegenüber 2016 um 475 Millionen Euro bzw. 18,7 Prozent (Deutschland: +1,5 %). Die Investitionsquote, die die Investitionen in Beziehung zum Umsatz setzt, nahm gegenüber 2016 um 0,2 Prozentpunkte auf drei Prozent zu.

Ein wesentlicher Grund für den Zuwachs ist die enorme Investitionstätigkeit in der Chemischen Industrie, die – gemessen am Umsatz – die größte Branche des rheinland-pfälzischen Verarbeitenden Gewerbes ist. Hier wurden 2017 rund 769 Millionen Euro investiert (+40 %).

In der Papier- und Pappeindustrie gab es ebenfalls einen kräftigen Anstieg (+75 % auf 125 Mio Euro). Bei der Hälfte der zehn umsatzstärksten Industriebranchen lagen die Investitionen über dem Niveau von 2016; sie stiegen beispielsweise in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie um 54 Prozent und in der Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden um 46 Prozent. In den von Investitionsrückgängen gekennzeichneten Branchen verzeichnete die Metallerzeugung und -bearbeitung sowie die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen die größten Rückgänge (-23,1 bzw. -20,5 %).

Im Verhältnis zum Umsatz waren die Investitionen 2017 bei den Herstellern von Glas und Glaswaren, Keramik sowie der Verarbeitung von Steinen und Erden am höchsten; die Investitionsquote belief sich auf 5,7 Prozent. Die zweithöchste Quote hatten die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren (4,8 %). Aufgrund der deutlichen Investitionsrückgänge in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie der Metallerzeugung und –bearbeitung fielen hier die Investitionsquoten entsprechend niedrig aus (1,4 bzw. 1,7 %).

Der Hauptanteil der Bruttoanlageinvestitionen entfiel mit 2,6 Milliarden Euro auf Maschinen, maschinelle Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung; das waren 16 Prozent mehr als 2016. Die Investitionen in Grundstücke und Gebäude sind gegenüber 2016 am deutlichsten gestiegen (+41,8 %).


(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)