25. November 2020

Investitionen

2019 deutlich weniger Investitionen als im Rekordjahr 2018

Die Betriebe der rheinland-pfälzischen Industrie tätigten 2019 Investitionen in Höhe von 3,4 Milliarden Euro. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems folgte damit auf den Rekordwert des Vorjahres ein um 148 Millionen Euro bzw. 4,1 Prozent niedrigerer Investitionswert in Maschinen und Anlagen sowie in Grundstücke und Gebäude (Deutschland: +2,7 %). Der Anteil der Investitionen am Gesamtumsatz – die Investitionsquote – stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent.

Die Entwicklung der Investitionen verlief in den umsatzstärksten Industriebranchen im Vergleich zum Vorjahr sehr unterschiedlich: Die Hälfte dieser Wirtschaftszweige steigerte die Investitionen im zweistelligen Bereich. Die am Umsatz gemessene größte Branche, die Chemieindustrie, tätigte mit 983 Millionen Euro mehr als ein Viertel der gesamten Investitionen (+3,9 %). Auf den Plätzen zwei bis vier folgten mit deutlichem Abstand die Investitionstätigkeiten im Bereich der Herstellung von Gummi- und Kunststoffen (Anteil 9,2 %), in der Maschinenbaubranche sowie in der Nahrungs- und Futtermittelherstellung (Anteil je 6,7 %). Während die Gummi- und Kunststoffhersteller 23 Prozent mehr investierten, verzeichnete die Maschinenbaubranche den deutlichsten Rückgang von 41 Prozent. Die Nahrungs- und Futtermittelindustrie tätigte sieben Prozent weniger Investitionen. Die Investitionen der Kraftwagen- und Kraftwagenteilhersteller gingen ebenfalls um mehr als ein Drittel zurück.

Im Verhältnis zum jeweiligen Umsatz tätigten die Hersteller von elektrischer Ausrüstung und die Hersteller von Glas und Glaswaren, Keramik sowie der Verarbeitung von Steinen und Erden mit 6,1 bzw. sechs Prozent die größten Investitionen. In den Wirtschaftszweigen der Kraftwagen- und Kraftwagenteilhersteller sowie im sonstigen Fahrzeugbau fiel die Investitionsquote gegenüber dem Vorjahr mit 1,6 und zwei Prozent niedrig aus.

Der Hauptanteil der Bruttoanlageinvestitionen entfiel mit 88 Prozent auf Maschinen, maschinelle Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung; die Investitionen in diesen Bereichen lagen mit gut drei Milliarden Euro um 0,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. In Grundstücke und Gebäude flossen rund 411 Millionen Euro, das waren 28 Prozent weniger als im Jahr zuvor.


(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)