21. November 2019

Investitionen

Investitionsrekord der Industriebetriebe im Jahr 2018

Die Betriebe der rheinland-pfälzischen Industrie tätigten 2018 Investitionen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro; das war nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ein Rekordwert. Die Investitionen in Maschinen und Anlagen sowie in Grundstücke und Gebäude stiegen gegenüber 2017 um 557 Millionen Euro bzw. 18,4 Prozent (Deutschland: +8,2 %). Die Investitionsquote, die die Investitionen in Beziehung zum Umsatz setzt, nahm gegenüber 2017 um 0,4 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent zu.

Bei der Hälfte der zehn umsatzstärksten Industriebranchen legten die Investitionen zweistellig zu, die andere Hälfte investierte weniger als im Vorjahr. Rund ein Viertel des Investitionsvolumens tätigte mit 903 Millionen Euro (+17,5 %) die Chemische Industrie, die – gemessen am Umsatz – größte Branche des rheinland-pfälzischen Verarbeitenden Gewerbes. Die Investitionstätigkeiten im Maschinenbau (Anteil 10,9 %) und in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (Anteil 9,3 Prozent) folgten mit deutlichem Abstand auf den Plätzen zwei und drei. Die Zunahmen fielen hier mit 68,9 Prozent im Maschinenbau und 87 Prozent bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen deutlich größer aus. Die größten Rückgänge gegenüber 2017 verzeichneten die Pharmazeutische Industrie sowie die Herstellung von Metallerzeugnissen (-14 bzw. -10,7 %).

Im Verhältnis zum Umsatz waren die Investitionen 2018 bei den Herstellern von Glas und Glaswaren, Keramik sowie der Verarbeitung von Steinen und Erden und dem Wirtschaftszweig Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln mit 5,5 bzw. 5,3 Prozent am höchsten. In der Herstellung von Metallerzeugnissen sowie der Pharmazeutischen Industrie fielen die Investitionsquoten aufgrund des geringeren Investitionsvolumens gegenüber dem Vorjahr entsprechend niedrig aus (2,5 bzw. 1,6 %).

Der Hauptanteil der Bruttoanlageinvestitionen entfiel mit gut drei Milliarden Euro auf Maschinen, maschinelle Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (Anteil 84 %); das waren gegenüber dem Jahr 2017 eine Steigerung um 13,9 Prozent. In Grundstücke und Gebäude flossen rund 570 Millionen Euro, fast 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor.


(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)