24. März 2021

Aufträge und Umsätze niedriger im Bauhauptgewerbe

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Januar 2021 weniger Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum Dezember 2020 – kalender- und saisonbereinigt – um 8,2 Prozent zurück. Der baugewerbliche Umsatz war um 14,7 Prozent niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum Januar 2020 verringerte sich das Ordervolumen um 4,9 Prozent, der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,7 Prozent zurück.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber
Im Vergleich zum Dezember 2020 verringerten sich die bereinigten Auftragseingänge im Tiefbau um 16,1 Prozent. Der Hochbau verzeichnete dagegen einen Anstieg um 2,1 Prozent. Die stärksten Rückgänge errechnen sich für den öffentlichen Hochbau sowie den Straßenbau (-27,2 bzw. - 24,1 %). Im gewerblichen Hochbau sowie im Wohnungsbau zog das Ordervolumen an (+16,0 bzw. +6,4 %). Gegenüber Januar 2020 wurde im Tiefbau ein deutlicher Nachfragerückgang registriert (-11,0 %). Im Hochbau erhöhten sich die Auftragseingänge dagegen um 2,7 Prozent.

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber
Im Vergleich zum Dezember 2020 gab es im Hochbau einen kräftigen Rückgang der bereinigten Erlöse (-23,4 %). Im Tiefbau blieb der Umsatz um 4,2 Prozent hinter dem Vormonatsergebnis zurück. Die negative Entwicklung im Hochbau wird durch die Umsatzeinbußen im Wohnungsbau verursacht (-49,5 %). Hier hatte es zum Jahresende allerdings ein außergewöhnlich hohes Umsatzniveau gegeben. Im sonstigen öffentlichen Tiefbau kam es ebenfalls zu deutlich sinkenden Erlösen (-13,3 %). Höhere Umsätze wurden lediglich im gewerblichen Hochbau sowie im Straßenbau registriert (+4,2 bzw. +1,7 %). Gegenüber Januar 2020 gaben die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau nach (-3,6 bzw. -1,6 %).

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)