4. Juli 2019

Auftragseingänge der Industrie im Mai 2019 gesunken

Im Mai 2019 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 4,2 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Aus dem In- und Ausland gingen weniger Bestellungen ein als im April (-2,3 bzw. - 5,1 %).

In zwei der drei industriellen Hauptgruppen verringerte sich das Ordervolumen. Die größten Einbußen gab es in der Investitionsgüterindustrie (-6,7 %). Aber auch die Vorleistungsgüterhersteller mussten einen kräftigen Nachfragerückgang hinnehmen (-4,8 %). In der Konsumgüterindustrie, deren Auftragseingänge in den vergangenen Monaten besonders starken Schwankungen unterworfen waren, fielen die Bestellungen im Mai um 1,9 Prozent höher aus als im Monat zuvor.

In den drei größten Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie lagen die bereinigten Auftragseingänge unter dem Niveau des Vormonats. In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die gemessen am Umsatz die größte Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, schrumpfte das Ordervolumen um 6,8 Prozent. Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und die zweitgrößte Industriebranche bilden, gingen 4,2 Prozent weniger Bestellungen ein als im April. Im Maschinenbau, der die drittgrößte Branche ist und ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt, nahmen die Auftragseingänge um 6,8 Prozent ab.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Nachfrage nach Industrieprodukten deutlich zurückgegangen (-18,5 %). In- und Auslandsgeschäft liefen schlechter als im Mai 2018. In allen drei Hauptgruppen fielen die Bestellungen geringer aus als ein Jahr zuvor. Auch in allen drei großen Industriebranchen war das Ordervolumen rückläufig.

 

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)