17. Dezember 2018

Bauhauptgewerbe: Mehr Betriebe und Beschäftigte

Die Zahl der Betriebe im rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbe ist nach drei Jahren der Rückläufigkeit wieder angestiegen. Am 30. Juni 2018 zählten laut Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 3.938 Betriebe zum Bauhauptgewerbe; das waren 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 3,3 Prozent auf 41.500.

Zurückzuführen ist der Anstieg auf die Entwicklung in den kleineren Betrieben: Deutliche Zuwächse waren in der Größenklasse „20 bis 49 Beschäftigte" mit einem Plus von 12 Betrieben bzw. 4,3 Prozent zu verzeichnen. In der untersten Größenklasse mit bis zu 19 Arbeitnehmern betrug der Anstieg 65 Einheiten (+1,9 %). Rückgänge mit 5 Betrieben bzw. einem Minus von 6,3 Prozent gab es in der Größenklasse von 50 bis 99 Beschäftigte. Bei den Großbetrieben mit 100 und mehr tätigen Personen verringerten sich die Gesamtzahl um eine Einheit (-2,6 %).

Beschäftigte
Die Hälfte der Beschäftigten – rund 20.700 Personen – arbeitete in kleinen Betrieben mit bis zu 19 Beschäftigten; das waren 4,2 Prozent mehr als 2017. Den größten Zuwachs verzeichneten die Betriebe mit 20 bis 49 Beschäftigten (+7,3 %), hier arbeiteten rund 8.600 Personen. Die Zahl der Arbeitnehmer nahm auch in den Großbetrieben mit über 100 Beschäftigen zu. Der Anstieg betrug hier 0,7 Prozent auf rund 7.000. Rückläufige Beschäftigtenzahlen gab es bei den Betrieben mit 50 bis 99 Beschäftigten: Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich die Zahl der 5.200 tätigen Personen um 6,3 Prozent.

Umsatz 2017
Die Betriebe erzielten im Jahr 2017 baugewerbliche Umsätze von 5,5 Milliarden Euro, was einen Zuwachs um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Das größte Plus gab es bei den Betrieben mit 20 bis 49 Beschäftigten (+13,3 %) sowie den Großbetrieben mit 100 oder mehr Beschäftigten (+12,7 %). Erlösrückgänge mussten nur die Betriebe mit 50 bis 99 tätigen Personen hinnehmen (-2,5 %).

Der Bau von Gebäuden leistete mit gut 1,7 Milliarden Euro den größten Beitrag zum baugewerblichen Umsatz. In diesem Bereich stiegen die Erlöse kräftig um 9,8 Prozent. Knapp dahinter folgten die sonstigen spezialisierten Bautätigkeiten, wie z. B. Dachdeckerei, Zimmerei und Gerüstbau. Auf sie entfiel ein baugewerblicher Umsatz von 1,6 Milliarden Euro; das waren 6,8 Prozent mehr als 2016. Der Bau von Straßen und Eisenbahnverkehrsstrecken trug knapp 1,1 Milliarden Euro bei (+4,3 %).


(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)