20. Juli 2020

Erneut Aufträge und Umsätze im Bauhauptgewerbe niedriger

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Mai 2020 weniger Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum April 2020 – kalender- und saisonbereinigt – um 3,0 Prozent zurück. Der baugewerbliche Umsatz lag um 2,2 Prozent niedriger als im Vormonat. Gegenüber den ersten fünf Monaten 2019 verringerte sich das Ordervolumen um 12,1 Prozent. Der Umsatz stieg dagegen um 7,6 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber
Im Vergleich zum April 2020 blieben die bereinigten Auftragseingänge sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau hinter dem Vormonatsergebnis zurück (-3,7 bzw. -2,3 %). Den stärksten Auftragseinbruch verzeichnete der öffentliche Hochbau (-15,5 %). Für den Wohnungsbau sowie den gewerblichen Tiefbau errechnen sich ebenfalls kräftige Rückgänge (-13,6 bzw. -8,9 %). Der gewerbliche Hochbau übertraf dagegen das Vormonatsergebnis deutlich (+9,9 %). Gegenüber den ersten fünf Monaten 2019 wurden sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau Nachfragerückgänge registriert (-18,7 bzw. -4,0 %).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber
Im Vergleich zum April 2020 verringerten sich die bereinigten Erlöse im Hochbau um 4,6 Prozent. Im Tiefbau gab es keine Veränderung gegenüber dem Vormonat. Kräftige Umsatzeinbußen errechnen sich für den gewerblichen Hoch- und Tiefbau (-11,0 bzw. -10,7 %). Den stärksten Umsatzzuwachs verzeichnete der sonstige öffentliche Tiefbau (+11,9 %). Im öffentlichen Hochbau sowie im Wohnungsbau konnten die Erlöse im Vormonatsvergleich ebenfalls gesteigert werden (+3,2 bzw. + 1,0 %). Gegenüber den ersten fünf Monaten 2019 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau deutlich an (+10,1 bzw. +5,2 %).

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)