19. März 2021

Handwerk 2020: Weniger Beschäftigte trotz Umsatzplus

Nach den Coronabedingten Umsatzeinbußen im zweiten Quartal entwickelten sich die Erlöse im rheinland-pfälzischen zulassungspflichtigen Handwerk im weiteren Jahresverlauf positiv, sodass das Jahr mit einem Plus abschloss. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren die Erlöse um 1,8 Prozent höher als 2019 (Deutschland: +1,4 %).

Die Umsatzentwicklung verlief in den einzelnen Gewerbegruppen sehr unterschiedlich. Aufgrund der besonders starken Umsatzeinbrüche im zweiten Quartal 2020 erzielten die Handwerke für den privaten Bedarf (-4,9 %), das Lebensmittelgewerbe (-4,6 %), das Gesundheitsgewerbe (-3,7 %) und das Kraftfahrzeuggewerbe (-1,7 %) weniger Umsätze wie im Vorjahr. Dagegen konnte das Baugewerbe deutliche Umsatzzuwächse erzielen: Im Bauhauptgewerbe lag das Plus bei 6,1 Prozent und im Ausbaugewerbe bei 3,9 Prozent. Mit einem Plus von 5,2 Prozent setzten auch die Handwerke für den gewerblichen Bedarf mehr um.

Die Beschäftigung im zulassungspflichtigen Handwerk reduzierte sich gegenüber 2019 um 1,5 Prozent. (D: -1,3 %). Deutliche Einbußen gab es in den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Gewerbegruppen „Lebensmittelgewerbe" (-5,1 %) sowie „Handwerke für den privaten Bedarf" (-4,4 %). Mit Ausnahme des Kfz-Gewerbes sowie des Gesundheitsgewerbes, in denen es ein leichtes Plus von 0,2 bzw. 0,1 Prozent gab, nahm die Zahl der Lohnempfänger in den anderen Gewerbegruppen ab.

Viertes Quartal
Das zulassungspflichtige Handwerk beendete das Jahr 2020 mit einem umsatzstarken vierten Quartal: Die Umsätze lagen um 10,2 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Mit einem Umsatzplus von 14 Prozent verzeichnete das Kfz-Gewerbe die höchsten Zuwächse. Auch im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe (+12 bzw. 11 %) sowie bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (+11 %) liefen die Geschäfte sehr gut. Einen geringeren Umsatz im Vergleich zu Vorjahresquartal gab es bei den Handwerken für den privaten Bedarf und dem Lebensmittelgewerbe (-2,7 bzw. 2,4 %).

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)