16. Oktober 2017

Industrie: Umsätze und Beschäftigte bis August im Plus

Die rheinland-pfälzische Industrie erwirtschaftete in den ersten acht Monaten 2017 höhere Umsätze als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems beliefen sich die Erlöse auf 62,6 Milliarden Euro; das waren 8,6 Prozent mehr als von Januar bis August 2016 (Deutschland: +5,8 %).

Die Umsätze im In- und Ausland legten deutlich zu (+7,6 bzw. +9,3 %; D: +4,9 bzw. +6,8 %). Die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe erzielten 56,2 Prozent ihrer Erlöse mit Exporten (D: 50,0 %). Die Exportquote lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+0,4 %punkte; D: +0,5 %punkte).

In den rheinland-pfälzischen Industrieunternehmen waren von Januar bis August 2017 im Durchschnitt 254.300 Personen tätig. Das waren 1.400 Beschäftigte mehr als im Vorjahreszeitraum; dies entspricht einem Anstieg von 0,6 Prozent (D: +1,4 %). Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden belief sich auf 261 Millionen Stunden und lag damit um 0,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (D: +1,0 %).

Umsatzentwicklung in den wichtigsten Wirtschaftszweigen
In acht der zehn umsatzstärksten Industriebranchen waren die Erlöse von Januar bis August 2017 höher als ein Jahr zuvor. Die größte Umsatzsteigerung verbuchten die Hersteller von Papier, Pappe und Waren daraus (+31,7 %). In der Metallerzeugung und
-bearbeitung, in der Chemieindustrie, im Maschinenbau und bei den Herstellern von pharmazeutischen Erzeugnissen gab es ebenfalls zweistellige Zuwachsraten. Nur die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren mussten Erlösrückgänge hinnehmen (-2,8 % bzw. 0,3 %). Die starken Unterschiede in der Umsatzentwicklung der verschiedenen Industriezweige sind teilweise auf geänderte Branchenzuordnungen größerer Betriebe zurückzuführen, die in einzelnen Teilbereichen der Industrie den Vergleich zum Vorjahreszeitraum beeinflussen.

Beschäftigung
Die geänderte Branchenzuordnung größerer Betriebe wirkt sich auch auf die Beschäftigungsentwicklung aus. Sechs der zehn umsatzstärksten Branchen verzeichneten einen Anstieg der Beschäftigtenzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Deutliche Steigerungen waren in der Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus sowie in der Metallerzeugung und
-bearbeitung zu verzeichnen (+14,2 bzw. +9,0 %). In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen gingen die Beschäftigtenzahlen hingegen deutlich zurück (-9,6 %).

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)