17. Februar 2021

Industrie: Umsatzplus im Dezember – Negative Jahresbilanz für 2020

Im Corona-Jahr 2020 setzte die rheinland-pfälzische Industrie weniger um und reduzierte den Personalbestand. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Erlöse um 8,4 Prozent unter dem Wert von 2019 (Deutschland: -8,8 %). Die Zahl der Beschäftigten nahm um zwei Prozent ab (D: -2,2 %).

Insgesamt erwirtschaftete die Industrie 2020 Umsätze in Höhe von 84,7 Milliarden Euro. Das umsatzstärkere Auslandsgeschäft ging mit 9,6 Prozent deutlicher zurück als die inländische Nachfrage (-6,8 %). Infolgedessen sank die Exportquote um 0,8 Prozentpunkte auf 55,6 Prozent. In Deutschland brachen die Umsätze mit dem Ausland um 10,2 und die mit dem Inland um 7,3 Prozent ein.

Unter den zehn umsatzstärksten Industriebranchen konnten nur die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln ein Plus von 3,7 Prozent in 2020 bei den Umsätzen verzeichnen. Die Rückgänge in den übrigen Branchen bewegten sich in einem Korridor von minus 13 bis minus 3,1 Prozent. Deutliche Rückgänge mussten vor allem die umsatzstarken Wirtschaftszweige hinnehmen. Die höchste Abnahme gab es im Maschinenbau (-13 %). Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen und in der Chemischen Industrie lagen die Rückgänge bei rund zehn Prozent und in der Metallerzeugung und -bearbeitung bei zwölf Prozent.

Beschäftigte im Jahr 2020
Insgesamt zählten die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe 2020 durchschnittlich rund 257.700 Beschäftigte, das waren zwei Prozent weniger als im Vorjahr (D: 2,2 %). Trotz negativer Umsatzentwicklungen erhöhte sich die Zahl der Arbeitskräfte bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie in der Pharmaindustrie (+3,6 bzw. +1,8 %). Die mit Abstand höchsten Arbeitsplatzverluste gab es im Maschinenbau mit minus 8,2 Prozent gefolgt von den Herstellern von Metallerzeugnissen (-3,6 %) sowie den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren (-3,5 %).

Umsatz und Beschäftigung im Dezember 2020
Gegenüber Dezember 2019 erhöhte sich der Umsatz um 9,6 Prozent (D: +5,2 %). Die Beschäftigtenzahl sank um 2,4 Prozent (D: -2,7 %).

Mit Ausnahme der Pharmaindustrie kam es in den zehn umsatzstärksten Branchen zu zum Teil deutlichen Erlöszuwächsen. Mit Zunahmen von über 20 Prozent liefen die Geschäfte besonders gut für die Wirtschaftszweige „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen" (+25 %), „Herstellung von Metallerzeugnissen" sowie „Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren" (beide +21 %).

Deutliche Beschäftigungsverluste gab es im Maschinenbau (-9,6 %) und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (-4 %). Dagegen konnte die Kraftwagen- und Kraftwagenteilhersteller sowie die Pharmaindustrie die Belegschaft um 2,8 bzw. 1,7 Prozent erweitern.

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)