16. September 2019

Industrie: Umsatzrückgänge und niedriger Beschäftigungsanstieg

Die Umsätze der rheinland-pfälzischen Industrie gehen zurück. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Erlöse von Januar bis Juli um 6,1 Prozent niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum (Deutschland: 0,0 %). Die Zahl der Beschäftigten in der rheinland-pfälzischen Industrie ist im Juli 2019 zwar erneut gestiegen, markiert aber mit 0,7 Prozent den niedrigsten Zuwachs im Jahr 2019 (D: +0,6 %).

Die Umsatzerlöse lagen von Januar bis Juli 2019 bei 55,63 Milliarden Euro. Die inländischen Umsätze gingen um 3,5 Prozent und die Auslandsumsätze um acht Prozent zurück. (D: -1,0 und +0,9 %). Die Rückgänge der Auslandsgeschäfte schlagen sich in einer niedrigeren Exportquote nieder: Sie lag von Januar bis Juli 2019 mit 56,8 Prozent um 1,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Nur in zwei der zehn umsatzstärksten Industriebranchen lagen die Erlöse in den ersten sieben Monaten in 2019 über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die mit Abstand größte prozentuale Umsatzsteigerung verbuchten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+13,3 %). Dahinter folgen die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln (+4,3 %). Den größten Rückgang verzeichnete die Pharmaindustrie (-62,4 %). Die Entwicklung in der Pharmaindustrie wird von Sondereffekten überlagert und spiegelt nicht die allgemeine Entwicklung der Branche wider. Umsatzrückgänge gab es auch im Maschinenbau und bei den Herstellern von Papier- und Pappe. Allerdings beliefen sich die Abnahmen mit 6,4 und sechs Prozent auf einem deutlich niedrigeren Niveau.

Beschäftigte
Insgesamt waren in den ersten sieben Monaten durchschnittlich rund 262.240 Personen in den rheinland-pfälzischen Industriebetrieben beschäftigt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 erhöhte sich der Beschäftigtenstand um 1,2 Prozent (D: +1,4 %). Mit dem niedrigsten Wert für das Jahr 2019 zeigen sich im Juli auch hier die Spuren der konjunkturellen Abkühlung. Sieben der zehn bedeutendsten Industriezweige gemessen am Umsatz wiesen eine positive Entwicklung auf. Das größte Plus verzeichneten die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln (+2,9 %), dicht gefolgt von den Herstellern von Glas, Glaswaren, Keramik und Verarbeitung von Steinen und Erden (+2,6 %). Die größten Rückgänge bei der Belegschaft gab es in der Papierindustrie (-2,5 %).

 

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)