17. März 2020

Industrie: Umsatzrückgänge und weniger Beschäftigte

Die Umsätze in der rheinland-pfälzischen Industrie sind im Januar 2020 erneut zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Erlöse um 7,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor (Deutschland: -2,7 %). Die Zahl der Beschäftigten in der Industrie ging gegenüber Januar 2019 um 0,3 Prozent zurück (D: -0,6 %).

Die Umsatzerlöse lagen im Januar 2020 bei 7,23 Milliarden Euro. Die inländischen Umsätze sanken um 4,6 Prozent und die Auslandsumsätze um 9,2 Prozent. (D: -1,9 und -3,5 %). Die deutlichen Rückgänge der Auslandsgeschäfte drücken sich in einer niedrigeren Exportquote aus: Sie lag im Januar 2020 mit 57,1 Prozent um 1,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.

Die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln verbuchten als einzige Branche Umsatzzuwächse (+3,8 %). In allen anderen der zehn umsatzstärksten Industriebranchen waren die Erlöse geringer. Rückgänge im zweistelligen Bereich verbuchten die Metallerzeuger und -bearbeiter, die Pharmaindustrie und die chemische Industrie (-10,4 %, -11,9 % bzw. -13,7 %).

Beschäftigte
Im Januar 2020 wurden rund 260.180 Beschäftigte gezählt; das waren knapp 750 bzw. 0,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (D: -0,6 %). Sechs der zehn bedeutendsten Industriezweige – gemessen am Umsatz – wiesen eine positive Entwicklung auf. Das größte Plus verzeichneten die Hersteller von Kraftwagen- und Kraftwagenteilen (+7,5 %), dahinter folgen die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln (+2,5 %). Die größten Rückgänge bei der Belegschaft gab es im Maschinenbau (-5,4 %).

 

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)