19. Mai 2021

Industrieumsätze mit deutlichem Plus – Beschäftigung weiterhin rückläufig

Die Umsätze in der rheinland-pfälzischen Industrie lagen im März deutlich über den Ergebnissen des Vorjahresmonats: Nach Angaben des Statistischen Landesamts in Bad Ems betrugen die Umsatzzuwächse rund 14 Prozent (Deutschland: +16 %). Der Beschäftigtenstand lag um 1,7 Prozent unter dem im März 2020 (D: -2,7 %).

Bei dieser Entwicklung ist zu berücksichtigen, dass im März 2020 erstmalig Maßnahmen ergriffen wurden, um die Corona-Pandemie einzudämmen und diese die Umsatzentwicklung beeinflussten. Allerdings weist auch ein Vergleich mit den Märzergebnissen 2019 ein deutliches Plus auf (+5,2 %).

Die Industrieumsätze beliefen sich auf 8,9 Milliarden Euro.Das Auslandsgeschäft wuchs um 16 Prozent, die Umsätze im Inland um 12 Prozent. Die positive Entwicklung der Auslandsumsätze führte zu einem Anstieg der Exportquote um 0,9 Prozentpunkte auf 56,2 Prozent. In Deutschland stiegen die Auslandsumsätze um 20 und die im Inland um zwölf Prozent.

Acht der zehn umsatzstärksten Branchen steigerten im März die Erlöse. Ein sehr hohes Plus verzeichnete Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie (+56 %). Deutliche Umsatzzuwächse gab es auch im Maschinenbau (+27 %), in der Herstellung von Glas und Glaswaren (+23 %), der Herstellung von Metallerzeugnissen sowie in der Gummi- und Kunststoffwarenindustrie (+19 bzw. 13 %). Die Pharmazie sowie die Nahrungs- und Futtermittelhersteller erzielten geringere Erlöse als im März 2020.

Beschäftigte
Insgesamt waren im März 2021 rund 255.200 Beschäftigte in den Betrieben des rheinland-pfälzischen Verarbeitenden Gewerbes tätig; das waren rund 4.400 bzw. 1,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, der Branche mit den größten Umsatzgewinnen, fiel der Beschäftigungsabbau am größten höchsten aus (-7,9 %). Deutliche Beschäftigungsverluste gab es auch bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (-5,7 %) und mit minus 5,3 Prozent in der Metallerzeugung und bearbeitung. Personalzuwächse zeigten sich dagegen in drei der zehn umsatzstärksten Branchen. Das größte Plus gab es in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie (+8,3 %). Weitere Beschäftigungszuwächse gab es in der Pharmazie sowie im Maschinenbau (+1,7 bzw. 0,6 %).

Zeitraum Januar bis März
Aufgrund der Zuwachsraten im März nahmen die Umsätze der rheinland-pfälzischen Industrie im ersten Quartal 2021 um 2,4 Prozent zu. Der Auslandsumsatz wuchs gegenüber dem ersten Quartal 2020 um 3,0, der Inlandsumsatz um 1,8 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten sank um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)